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Ätna-Ausbruch legt Flugverkehr auf Sizilien lahm
Der Vulkan Ätna ist ausgebrochen. Deshalb sitzen etwa 30.000 Reisende auf Sizilien fest. Der Flughafen Catania hat große Probleme mit der Vulkanasche, und viele Flüge fallen aus oder sind verspätet.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Ätna-Ausbruch legt Flugverkehr auf Sizilien lahm.
Host: Auf Sizilien sitzen derzeit schätzungsweise 30.000 Reisende fest, weil der Ätna wieder ausgebrochen ist.
Guest: Ja, genau. Seit Freitag wird der Flugbetrieb am Flughafen Catania durch Aschewolken stark eingeschränkt, und die Lage hat sich seitdem kaum verbessert.
Host: Wie sieht es denn konkret am Dienstagmorgen aus?
Guest: Nach Angaben der Betreiber konnte bislang nur ein einziges Inlandsflugzeug abheben. Landungen wurden sogar komplett ausgesetzt, und zwar bis Dienstagabend, 19 Uhr.
Host: Und Starts? Finden die überhaupt noch statt?
Guest: Grundsätzlich schon, allerdings sind sie häufig verspätet oder fallen ganz aus. Am Flughafen gilt momentan die höchste Warnstufe Rot.
Host: Was bedeutet diese Warnstufe eigentlich genau?
Guest: Sie weist darauf hin, dass eine Eruption mit starkem Ascheausstoß entweder unmittelbar bevorsteht oder bereits läuft.
Host: Wovon hängt es ab, ob der Flughafen geöffnet bleibt oder gesperrt wird?
Guest: Die Behörden entscheiden das kurzfristig, je nachdem, wie die Windrichtung ist und wie hoch die Aschekonzentration gerade ist.
Host: Weichen viele Passagiere deshalb auf andere Flughäfen aus?
Guest: Ja, zahlreiche Reisende weichen auf den Flughafen im westsizilianischen Palermo aus, wohin auch einzelne Flüge verlegt wurden.
Host: Das dürfte aber schwierig sein, oder? Es ist ja gerade Hochsaison.
Guest: Genau, deshalb sind die Unterkünfte vielerorts ausgebucht. Etliche Reisende mussten notgedrungen am Flughafen übernachten.
Host: Gab es außerdem Beschwerden über die Betreuung vor Ort?
Guest: Ja, Betroffene beklagten überfordertes Personal und mangelhafte Unterstützung durch die Airlines.
Host: Ich habe gehört, dass manche Anbieter die Situation sogar ausnutzen.
Guest: Stimmt. Der Schauspieler Filippo Laganà hat einen Fall über Instagram öffentlich gemacht: Für einen Shuttlebus von Catania nach Palermo sollen bis zu 700 Euro verlangt worden sein.
Host: Das ist eine Strecke von etwa 200 Kilometern, richtig?
Guest: Genau, und obwohl das eigentlich keine besonders lange Strecke ist, wird sie derzeit zu einem völlig überzogenen Preis angeboten.
Host: Bietet denn wenigstens die Bahn eine Alternative?
Guest: Leider kaum, denn die direkte Zugverbindung zwischen Catania und Palermo ist wegen Bauarbeiten unterbrochen.
Host: Gibt es keine Ausweichroute?
Guest: Doch, über Messina, aber die ist ebenso überfüllt wie die Fernzüge nach Rom.
Host: Warum spielt gerade Rom hier eine Rolle?
Guest: Weil von dort aus internationale Anschlussflüge leichter erreichbar wären, während man von Sizilien aus derzeit kaum wegkommt.
Host: Was passiert eigentlich mit den Flugzeugen, die auf dem Rollfeld in Catania stehen?
Guest: Viele Maschinen werden mittlerweile abgedeckt, damit vor allem die Triebwerke vor der Vulkanasche geschützt werden.
Host: Und die Start- und Landebahnen?
Guest: Die müssen wiederholt gereinigt werden, weil sich die Asche ständig neu ablagert.
Host: Sizilien ist ja eines der beliebtesten Reiseziele Italiens.
Guest: Genau, der Flughafen Catania fertigt jährlich mehr als zwölf Millionen Passagiere ab, was zeigt, wie groß die Auswirkungen dieser Situation sind.
Host: Wie lange dauert die Beeinträchtigung schon an?
Guest: Bereits den fünften Tag in Folge, und ein Ende ist derzeit nicht wirklich absehbar.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!