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Bauernverband warnt vor Ernteausfällen durch Dürre
Der Bauernverband warnt: Wegen der Dürre wird die Ernte in Deutschland schlecht. Besonders Süddeutschland ist betroffen. Der Verband fordert Hilfe von der Politik.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Bauernverband warnt vor Ernteausfällen durch Dürre.
Host: Der Deutsche Bauernverband schlägt wegen der anhaltenden Trockenheit Alarm, oder?
Guest: Genau, Verbandspräsident Joachim Rukwied rechnet in diesem Jahr mit deutlich unterdurchschnittlichen Erträgen bei Getreide, vor allem bei Weizen und Raps.
Host: Wie dramatisch ist die Lage denn konkret?
Guest: In manchen Regionen Süddeutschlands ist sogar ein vollständiger Ausfall der Ernte nicht auszuschließen, was für die betroffenen Betriebe existenzbedrohend wäre.
Host: Und wie sieht es bei den Herbstkulturen aus?
Guest: Auch da rechnet der Verband mit erheblichen Einbußen. Betroffen sind unter anderem Kartoffeln, Gemüse, Zuckerrüben, Körnermais und Sojabohnen.
Host: Gibt es denn regionale Unterschiede?
Guest: Ja, im Norden Deutschlands ist zwischenzeitlich mehr Regen gefallen, sodass die Lage dort etwas weniger dramatisch ist. Rukwied bezeichnet die Bestände dort noch als vertretbar.
Host: Heißt das, im Norden gibt es gar keine Probleme?
Guest: Nicht ganz, denn obwohl die Situation dort entspannter ist, gehen die Erträge auch im Norden im Vergleich zum langjährigen Mittel voraussichtlich zurück.
Host: Es gibt ja wohl auch Probleme beim Tierfutter.
Guest: Richtig, vor allem in Süddeutschland wächst kaum noch neues Futter nach. Deshalb müssen manche Betriebe ihre Tiere früher schlachten lassen, als eigentlich geplant war.
Host: Wie beschreibt Rukwied die wirtschaftliche Situation der Landwirte insgesamt?
Guest: Er nennt sie äußerst angespannt, weil die Kosten für Betriebsmittel hoch sind, während gleichzeitig die Erzeugerpreise niedrig bleiben.
Host: Das heißt, viele Höfe brauchen finanzielle Unterstützung?
Guest: Genau, viele Höfe fragen deshalb verstärkt Liquiditätshilfen und Überbrückungskredite nach, um überhaupt liquide zu bleiben.
Host: Was fordert der Bauernverband konkret von der Politik?
Guest: Rukwied verlangt, dass die EU-Beihilfen für Düngemittel von 60 auf 180 Millionen Euro erhöht werden.
Host: Gibt es noch weitere Forderungen?
Guest: Ja, die Bundesregierung soll 80 Prozent der EU-Direktzahlungen bereits im Oktober auszahlen, statt wie üblich später im Jahr. Außerdem fordert er eine deutliche Senkung der Dieselsteuer bis mindestens Ende November.
Host: Geht es dabei nur um kurzfristige Hilfen?
Guest: Nein, der Verbandspräsident dringt auch auf die Umsetzung agrarpolitischer Zusagen aus dem Koalitionsvertrag, besonders auf die Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage.
Host: Wozu würde diese Rücklage denn dienen?
Guest: Damit Landwirte in guten Jahren finanzielle Reserven aufbauen können, auf die sie dann in schwierigen Zeiten zurückgreifen können.
Host: Und wie blickt Rukwied auf die längerfristige Entwicklung?
Guest: Er betont, dass sich die Landwirtschaft bereits seit Jahren an den Klimawandel anpasst, dass es aber dringend robustere, hitzetolerantere Pflanzensorten brauche, um künftige Dürreperioden besser zu überstehen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!