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Brasilien meldet geringste Amazonas-Abholzung seit 1988
Brasilien meldet die niedrigste Abholzung im Amazonas seit Beginn der Erfassung 1988. Präsident Lula sieht das als Erfolg seiner Umweltpolitik, mitten im Präsidentschaftswahlkampf gegen Flávio Bolsonaro.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Brasilien meldet geringste Amazonas-Abholzung seit 1988.
Host: Die neuesten Zahlen aus Brasilien sind wirklich überraschend – so wenig Regenwald wurde seit 1988 nicht mehr gerodet.
Guest: Genau, zwischen August 2025 und Juli 2026 sind nur 3.335 Quadratkilometer Wald verloren gegangen, das sind fast 42 Prozent weniger als im Jahr davor.
Host: Das ist schon eine beachtliche Reduzierung. Worauf führt die Regierung das zurück?
Guest: Präsident Lula sieht darin einen klaren Beweis dafür, dass seine Umweltpolitik funktioniert, obwohl viele Beobachter anfangs skeptisch waren.
Host: Erinnere mich noch mal – wie war die Lage, bevor Lula wieder ins Amt kam?
Guest: Unter seinem Vorgänger Bolsonaro hatte sich die Situation drastisch verschlechtert. Zwischen 2019 und 2022 stieg die Abholzungsrate um rund 60 Prozent, und in dieser Zeit wurden mehr als 45.000 Quadratkilometer Wald zerstört.
Host: Das ist eine enorme Fläche. Und seit Lula 2023 wieder an der Macht ist?
Guest: Seitdem ist die Entwaldung laut den Angaben um 71 Prozent zurückgegangen, was natürlich ein starkes Argument für seine Politik ist.
Host: Hat sich Lula selbst dazu geäußert?
Guest: Ja, auf der Plattform X erklärte er, dass Brasilien die illegale Abholzung bis 2030 vollständig beenden wolle.
Host: Warum ist der Amazonas eigentlich so wichtig für den globalen Klimaschutz?
Guest: Weil die Region enorme Mengen an Kohlendioxid speichert, gilt ihr Erhalt international als wichtiger Faktor im Kampf gegen den Klimawandel.
Host: Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist ja auch nicht zufällig, oder?
Guest: Nein, die Zahlen wurden mitten im brasilianischen Präsidentschaftswahlkampf veröffentlicht. Lula bewirbt sich Ende des Monats um eine Wiederwahl.
Host: Gegen wen tritt er denn an?
Guest: In der Stichwahl trifft er auf Flávio Bolsonaro, den Sohn des früheren Präsidenten.
Host: Lief die erste Runde eigentlich gut für Lula?
Guest: Überraschenderweise nicht – er lag nach der ersten Wahlrunde hinter seinem Herausforderer, sodass jetzt alles in der zweiten Runde entschieden wird.
Host: Glaubst du, dass Umweltthemen im weiteren Wahlkampf eine große Rolle spielen werden?
Guest: Davon gehe ich aus, denn beide Lager bewerten die Entwicklung der Abholzungszahlen völlig unterschiedlich, während die Wähler letztlich entscheiden müssen, wem sie mehr vertrauen.
Host: Das wird also auch nach der Wahl noch ein wichtiges Streitthema bleiben.
Guest: Auf jeden Fall, zumal die Satellitenauswertungen, auf die sich die Regierung stützt, von der Opposition sicher weiter kritisch hinterfragt werden.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!