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Bundesregierung beschließt Frühstartrente für Kinder
Der deutsche Staat zahlt bald Geld für die Rente von Kindern. Jeden Monat kommen zehn Euro auf ein Depot. Das Programm startet 2027, zuerst für Kinder aus dem Jahrgang 2020.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Bundesregierung beschließt Frühstartrente für Kinder.
Host: Das Bundeskabinett hat am 12. August den Gesetzentwurf zur Frühstartrente gebilligt, den Finanzminister Lars Klingbeil vorgelegt hat. Was steckt genau dahinter?
Guest: Im Kern geht es darum, dass der Staat Kindern zwischen sechs und 18 Jahren monatlich zehn Euro auf ein persönliches Vorsorgedepot einzahlt. Dieses Geld soll über Jahrzehnte am Kapitalmarkt investiert werden, damit es als zusätzliche Säule der Altersvorsorge dient.
Host: Damit die Regelung überhaupt greifen kann, muss aber noch der Bundestag zustimmen, oder?
Guest: Genau, und geplanter Starttermin ist der 1. Januar 2027. Als erste Gruppe werden Kinder des Geburtsjahrgangs 2020 gefördert, wobei die Zahlungen rückwirkend ab Januar 2026 berechnet werden.
Host: Werden dann nach und nach auch ältere Jahrgänge einbezogen?
Guest: Nein, im Gegenteil - in den Jahren danach sollen sukzessive weitere, also jüngere, Jahrgänge aufgenommen werden. Wer vor 2020 geboren wurde, erhält keine staatliche Unterstützung aus diesem Topf.
Host: Können Eltern selbst auch etwas einzahlen?
Guest: Ja, sie können für ihren Nachwuchs ein zertifiziertes Depot bei einem privaten Finanzanbieter einrichten und dieses zusätzlich mit eigenem Geld bestücken. Bis zu 6.840 Euro jährlich sind an Eigenbeiträgen erlaubt.
Host: Und wenn Eltern kein eigenes Depot anlegen wollen?
Guest: Dann wird das Geld stattdessen von der Bundesbank verwaltet, und zwar in einem eigens dafür geschaffenen Sondervermögen. Spätestens mit Vollendung des 25. Lebensjahres muss das angesparte Guthaben aber in einen regulären, zertifizierten Altersvorsorgevertrag überführt werden.
Host: Ab wann darf man denn über das Geld verfügen?
Guest: Obwohl die staatliche Förderung mit dem 18. Geburtstag ausläuft, bleibt das bis dahin angesammelte Kapital weiterhin für die Rente angelegt. Ausgezahlt werden darf es grundsätzlich nicht vor dem 65. Lebensjahr.
Host: Wie viel könnte da am Ende zusammenkommen?
Guest: Nach Schätzungen des Bundesfinanzministeriums könnten allein durch die monatlichen Staatsbeiträge bis zur Volljährigkeit rund 2.200 Euro auf dem Depot liegen. Bliebe dieses Guthaben bis zum Renteneintritt unangetastet, könnten daraus dem Ministerium zufolge etwa 53.000 Euro werden.
Host: Das klingt nach einer sicheren Sache.
Guest: Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht, da die tatsächliche Rendite von der Marktlage abhängt.
Host: Warum führt die Regierung dieses Programm überhaupt ein?
Guest: Klingbeil begründet den Vorstoß mit dem Ziel größerer Chancengleichheit. Bislang hänge es stark vom Elternhaus ab, ob und wie viel privat fürs Alter vorgesorgt werde, während mit dem neuen Angebot jedes Kind ein finanzielles Startkapital erhalten solle.
Host: Geht es also nur ums Geld, oder auch um etwas anderes?
Guest: Die Bundesregierung erhofft sich zudem, dass Kinder und Jugendliche auf diese Weise frühzeitig an das Prinzip des langfristigen Sparens und an den Kapitalmarkt herangeführt werden.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!