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B2
Der heißeste Sommer seit Messbeginn
Juni und Juli 2026 waren in Westeuropa die heißesten Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch die Ozeane waren außergewöhnlich warm, und viele Länder litten unter Trockenheit.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Juni und Juli 2026 waren in Westeuropa die heißesten seit Messbeginn.
Host: Laut Copernicus waren Juni und Juli 2026 in Westeuropa die heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen, oder?
Guest: Genau, für die Region, zu der auch Deutschland gehört, wurde eine Durchschnittstemperatur von 21,62 Grad gemessen – fast 2,8 Grad über dem langjährigen Mittel von 1991 bis 2020.
Host: Das ist eine enorme Abweichung. Betraf die Hitze eigentlich ganz Europa gleichermaßen?
Guest: Nein, es gab ein deutliches Gefälle. Während der Westen und Südwesten, darunter auch Süddeutschland, besonders stark betroffen waren, blieb es in Skandinavien und Osteuropa vergleichsweise kühl.
Host: Und wie schneidet der Juli im europaweiten Vergleich ab?
Guest: Für den Kontinent insgesamt reichte es nur zum elftwärmsten Wert seit Messbeginn, obwohl er weltweit betrachtet mit rund 16,9 Grad gemeinsam mit 2024 der zweitwärmste Juli überhaupt war.
Host: Wer hält denn nach wie vor den Rekord?
Guest: Den Rekord hält weiterhin der Juli 2023 mit 16,95 Grad. Global lag die Temperatur damit etwa 1,47 Grad über dem vorindustriellen Niveau.
Host: Waren auch die Ozeane davon betroffen?
Guest: Ja, sogar außergewöhnlich stark. Mit Ausnahme der Polarregionen war die Meeresoberfläche im Juli so warm wie nie zuvor in dieser Jahreszeit, im Schnitt 20,96 Grad, womit der bisherige Höchstwert von 20,89 Grad aus dem Jahr 2023 übertroffen wurde.
Host: Womit erklärt Copernicus diese extremen Meerestemperaturen?
Guest: Der Dienst führt das unter anderem auf ungewöhnlich hohe Temperaturen im äquatorialen Pazifik zurück, im Zuge eines beginnenden El-Niño-Phänomens. Entlang der Atlantikküste und im westlichen Mittelmeer kam es dadurch zu starken marinen Hitzewellen, die Küstenregionen und Meeresökosysteme belasteten.
Host: Gab es neben der Hitze auch Probleme mit der Trockenheit?
Guest: Ja, gleichzeitig hielt die Trockenheit in weiten Teilen Europas an, besonders auf der Iberischen Halbinsel und in Frankreich, wo bereits große Waldbrände gewütet hatten, aber auch in Deutschland, Österreich, Ungarn und Großbritannien.
Host: Hat sich das auch auf die Flüsse ausgewirkt?
Guest: Durchaus, Flüsse wie Seine, Rhein und Donau führten vielerorts außergewöhnlich wenig Wasser.
Host: Wie erklärt die Klimaforscherin Samantha Burgess diesen Zusammenhang zwischen Hitze und Dürre?
Guest: Sie erklärte, dass langanhaltende Hochdrucklagen die Hitze über Westeuropa festgesetzt und dadurch die Dürre verschärft hätten. Da trockene Böden weniger kühlen könnten, staue sich die Hitze zusätzlich – ein Beispiel dafür, wie sich Hitze und Trockenheit im Klimawandel gegenseitig verstärkten.
Host: Und was sagte Laurence Rouil zu den Waldbränden?
Guest: Die Direktorin des Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienstes wies darauf hin, dass die starken Waldbrände im Süden und in nördlicheren Landesteilen große Mengen Rauch bis in hohe Luftschichten getrieben hätten, wodurch sich dieser über tausende Kilometer ausbreiten und die Luftqualität weit entfernt beeinträchtigen könne.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!