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Der Nobelpreis wird 125 Jahre alt
Der Nobelpreis feiert sein 125-jähriges Bestehen. Alfred Nobel hat die Preise mit seinem Testament gegründet. Die ersten Preise gab es 1901, der Wirtschaftspreis kam erst 1969 dazu.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Der Nobelpreis wird 125 Jahre alt.
Host: Seit Montag werden ja wieder die diesjährigen Nobelpreisträger bekanntgegeben, und die Auszeichnung feiert dieses Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Wie kam es eigentlich dazu, dass dieser Preis überhaupt entstanden ist?
Guest: Die Grundlage war das Testament von Alfred Nobel, einem schwedischen Erfinder. Er legte am 27. November 1895 fest, dass sein Vermögen in eine Stiftung fließen solle, damit aus den jährlichen Zinserträgen Menschen ausgezeichnet werden können, die der Menschheit im vergangenen Jahr den größten Nutzen gebracht haben.
Host: Und wann wurden die ersten Preise tatsächlich vergeben?
Guest: Erst fünf Jahre nach Nobels Tod, also 1901. Damals wurden Preise in den Bereichen Physiologie beziehungsweise Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden verliehen.
Host: Der Wirtschaftspreis, von dem man ja auch oft hört, gehörte also nicht von Anfang an dazu?
Guest: Nein, der kam erst 1969 hinzu und wurde von der Schwedischen Reichsbank gestiftet.
Host: Woran liegt es, dass der Nobelpreis weltweit so bekannt geworden ist, obwohl es damals schon andere, vergleichbare Auszeichnungen gab?
Guest: Der Wissenschaftshistoriker Ralph Burmester vom Deutschen Museum in Bonn erklärt das unter anderem damit, dass der Nobelpreis von Beginn an international ausgerichtet war, während vergleichbare Auszeichnungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts meist national geprägt waren.
Host: Spielte auch der Ort der Verleihung eine Rolle dabei?
Guest: Durchaus. Schweden und Norwegen galten damals wie heute als neutrale Staaten ohne Bündnisse mit Großmächten, und das habe zum Ansehen der Preise beigetragen.
Host: Außerdem gab es unter den Preisträgern ja auch einige sehr bekannte Namen, oder?
Guest: Genau, unter den naturwissenschaftlichen Preisträgern waren zahlreiche bekannte Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Marie Curie oder Paul Ehrlich. Bei Literatur und Frieden sei es den Komitees zudem oft gelungen, bis dahin wenig bekannte, aber bedeutsame Leistungen sichtbar zu machen.
Host: Wie läuft die Auswahl der Preisträger eigentlich ab?
Guest: Für jede Kategorie gibt es ein eigenes Komitee aus Fachleuten in Schweden oder Norwegen. Heiner Linke, Physik-Professor an der Universität Lund und derzeit Mitglied im Komitee für den Chemie-Nobelpreis, beschreibt das so: Jeden Herbst würden weltweit zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeladen, Kandidatinnen und Kandidaten vorzuschlagen, und zusätzlich reichten auch Universitäten eigene Vorschläge ein.
Host: Und wie wird dann entschieden, wer die Auszeichnung schließlich bekommt?
Guest: Aus den Nominierungen wählen die Komitees unter Einbeziehung externer Gutachten diejenigen aus, die sie für besonders preiswürdig halten. Die endgültige Entscheidung falle jedoch traditionell erst am Morgen der jeweiligen Bekanntgabe.
Host: Das heißt, selbst die Komiteemitglieder wissen bis kurz vorher nicht sicher, wer am Ende gewinnt?
Guest: So lässt sich das wohl verstehen. Laut Linke liegt die Bedeutung der Nobelpreise aber ohnehin nicht nur in der Entscheidung selbst, sondern auch darin, Wissenschaft, Literatur und Friedensarbeit eine öffentliche Bühne zu geben.
Host: Hat diese Aufmerksamkeit über die Jahrzehnte denn zugenommen?
Guest: Ja, sie sei in den vergangenen Jahrzehnten eher noch gewachsen. Und obwohl inzwischen 125 Jahre seit der ersten Verleihung vergangen sind, gelten die Nobelpreise weiterhin als eine der angesehensten Auszeichnungen überhaupt.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!