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Der Schweizer Musikmarkt wächst
Der Schweizer Musikmarkt ist 2025 zum zehnten Mal in Folge gewachsen und hat 259 Millionen Franken erreicht. Streaming dominiert mit über 90% Marktanteil. Auch Vinyl-Schallplatten sind wieder beliebt. Das erfolgreichste Album kam von Bad Bunny.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Der Schweizer Musikmarkt wächst weiter.
Host: Der Schweizer Musikmarkt hat 2025 zum zehnten Mal in Folge ein Wachstum verzeichnet und dabei die Schwelle von 259 Millionen Franken erreicht. Wie interpretierst du diese Zahl?
Guest: Das ist ein außergewöhnlicher Trend. Ein Wachstum über zehn aufeinanderfolgende Jahre zeigt, dass die Branche sich erfolgreich angepasst hat – vor allem durch die Digitalisierung.
Host: Das Streaming spielt dabei eine zentrale Rolle, oder?
Guest: Absolut. Das Streaming hat inzwischen einen Marktanteil von über 90 Prozent. Ohne diese Technologie wäre das anhaltende Wachstum kaum vorstellbar.
Host: Aber 2025 gab es auch eine überraschende Entwicklung bei einem älteren Format.
Guest: Genau – die Vinyl-Verkäufe sind erstmals seit 2021 wieder signifikant gestiegen, und zwar um fast 20 Prozent. Das überrascht viele, obwohl es zeigt, dass Hörer manchmal das haptische Erlebnis einer Schallplatte dem rein digitalen Konsum vorziehen.
Host: Wenn man die letzten zehn Jahre insgesamt betrachtet – wie stark hat sich der Markt verändert?
Guest: Der Schallplattenmarkt ist in diesem Zeitraum um fast 80 Prozent gewachsen. Besonders bemerkenswert ist, dass die digitalen Verkäufe sich in diesen Jahren verdreifacht haben.
Host: Das ist eine enorme Entwicklung. Welche neuen Einnahmequellen sind in letzter Zeit hinzugekommen?
Guest: In den letzten Jahren sind zusätzliche Einnahmen durch die Nutzung von Musikstücken in sozialen Medien entstanden. Das ist ein relativ neues Feld, das für die gesamte Branche immer wichtiger wird.
Host: Und dann gibt es noch das Thema der künstlichen Intelligenz. Was hat sich da verändert?
Guest: Viele Plattenfirmen haben begonnen, Lizenzverträge für die Nutzung von KI abzuschließen. Lorenz Haas, der Generaldirektor des IFPI, hat erklärt, dass eine gezielte und verantwortungsvolle KI-Lizenzierung nicht nur neue Einnahmequellen für Musiker bietet, sondern sie auch effektiv vor künstlerischer Verwässerung und Missbrauch schützt.
Host: Das klingt nach einem Balanceakt – einerseits Chancen nutzen, andererseits Künstler schützen.
Guest: Genau so ist es. Während die Technologie neue Möglichkeiten eröffnet, müssen die Rechte der Musiker gleichzeitig gewahrt bleiben. Ohne klare Lizenzregelungen könnte die künstlerische Integrität gefährdet werden.
Host: Kommen wir zu den Hörgewohnheiten. Was haben die Schweizer 2025 am liebsten gehört?
Guest: Laut dem IFPI haben die Schweizer vor allem amerikanischen und britischen Pop bevorzugt. In der Jahrescharts der Singles haben sich "Apt." von Rosé und Bruno Mars sowie "Die With A Smile" von Lady Gaga und Bruno Mars ganz oben positioniert.
Host: Und welcher Song wurde insgesamt am häufigsten gehört?
Guest: Der meistgehörte Song des Jahres war "Ordinary" von Alex Warren. Das ist interessant, da es sich dabei nicht um einen der bekanntesten internationalen Stars handelt.
Host: Was war das erfolgreichste Album in der Schweiz?
Guest: Bei den Alben hat der lateinamerikanische Rap von Bad Bunny den größten Erfolg erzielt. Sein Album "Debí Tirar Más Fotos" steht auf Platz eins der Schweizer Albumcharts, was zeigt, dass die Schweizer Hörer sehr offen für internationale Genres sind.
Host: Spielt auch einheimische Musik eine Rolle auf dem Schweizer Markt?
Guest: Ja, die Musik auf Schweizerdeutsch hat ebenfalls eine bedeutende Stellung. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der lokalen Musikkultur und findet nach wie vor ein treues Publikum, obwohl internationaler Pop dominiert.
Host: Wie würdest du die Lage des Schweizer Musikmarkts insgesamt zusammenfassen?
Guest: Der Markt zeigt eine beeindruckende Dynamik. Trotz der klaren Dominanz des Streamings können verschiedene Formate nebeneinander existieren. Gleichzeitig entwickeln sich neue Einnahmequellen wie KI-Lizenzen und soziale Medien, damit die Branche auch künftig wachsen kann.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!