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DFB-Frauen überzeugen mit zwei Siegen gegen Australien und Japan
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen gewinnt zwei Testspiele vor der Weltmeisterschaft: 4:2 gegen Australien und 2:1 gegen Japan. Trainer Christian Wück ist sehr zufrieden mit seinem Team.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über DFB-Frauen überzeugen mit zwei Siegen gegen Australien und Japan.
Host: Zwei Siege in nur vier Tagen – 4:2 gegen Australien und 2:1 gegen den Asienmeister Japan. Was macht dieses Ergebnis gegen Japan so bemerkenswert?
Guest: Vor allem der Spielverlauf. Die Mannschaft geriet zunächst in Rückstand, hat sich aber im Laufe der Partie gesteigert und die Partie gedreht. Genau das war früher ein Problem.
Host: Inwiefern war das früher ein Problem?
Guest: Laut Wück wäre dieser Sieg noch vor einem halben Jahr nicht möglich gewesen. Insofern zeigt dieses Spiel, dass die Mannschaft mentale Stabilität dazugewonnen hat, nicht nur spielerische Qualität.
Host: Wück hat ja gegen Japan gleich vier Wechsel vorgenommen im Vergleich zum Australien-Spiel. Hat sich das negativ ausgewirkt?
Guest: Offenbar nicht, und das ist bemerkenswert. Die Leistung hat darunter nicht gelitten, was darauf hindeutet, dass der Kader inzwischen deutlich mehr Tiefe hat als früher.
Host: Allerdings gab es ja auch prominente Ausfälle, etwa Kapitänin Giulia Gwinn.
Guest: Genau, Gwinn fehlte verletzungsbedingt, ebenso wie weitere Spielerinnen. Sie spielt normalerweise auf der rechten Abwehrseite, aber mit Carlotta Wamser und Marie Müller standen Wück gleich zwei Alternativen für diese Position zur Verfügung.
Host: Das klingt, als wäre die Kaderbreite kein Problem mehr.
Guest: Nicht ganz. Wück selbst hat betont, dass es auf einzelnen Positionen, etwa im zentralen Mittelfeld, weiterhin nur wenige Optionen gebe. Die Tiefe ist also gewachsen, aber eben nicht überall gleichmäßig.
Host: Wie kam denn das entscheidende 1:0 gegen Japan zustande?
Guest: Klara Bühl und Franziska Kett bereiteten über die linke Seite den Treffer von Linda Dallmann vor. Also ein Tor, das über den Flügel eingeleitet wurde.
Host: Und den Siegtreffer zum 2:1 erzielte dann Bühl selbst?
Guest: Richtig, nach einer Vorlage der eingewechselten Melissa Kössler. Bühl war also sowohl an der Vorbereitung des ersten Tores als auch am entscheidenden zweiten Tor direkt beteiligt.
Host: Wück hat sie ja ausdrücklich gelobt.
Guest: Ja, er hob vor allem ihre beidfüßige Technik hervor sowie ihre Rolle als positive Kraft innerhalb der Mannschaft. Bühl gilt ohnehin als eine der stärksten Spielerinnen im deutschen Team.
Host: Sie wird im kommenden Jahr in Brasilien bereits ihre dritte Weltmeisterschaft bestreiten, oder?
Guest: Genau, mit 25 Jahren hat sie bereits erhebliche internationale Erfahrung gesammelt, was ihre Bedeutung für die Mannschaft zusätzlich unterstreicht.
Host: Interessant fand ich, dass mehrere Spielerinnen nach der Partie vor allem den Spaß betont haben, den sie auf dem Platz hatten.
Guest: Stimmt, Dallmann, Bühl, Nüsken und Brand haben das alle hervorgehoben. Dallmann sprach sogar von großer Gier und einer besonderen Energie, die vor allem die jüngeren Spielerinnen eingebracht hätten.
Host: Das wirkt fast widersprüchlich zu Bühls eigener Bewertung, die ja eher zurückhaltend ausgefallen ist.
Guest: Zurückhaltend, aber durchaus differenziert. Sie bewertete die Gesamtleistung der Mannschaft mit 6,57 von zehn Punkten, ihre eigene Leistung dagegen etwas höher mit 7,5. Also Begeisterung einerseits, nüchterne Selbsteinschätzung andererseits.
Host: Wie kam es überhaupt dazu, dass diese beiden Testspiele stattfinden konnten?
Guest: Die Mannschaft hatte sich zuvor souverän als Gruppensiegerin für die Weltmeisterschaft qualifiziert und sich damit den Umweg über die Play-offs erspart. Dadurch blieb Raum für solche Testspiele gegen außereuropäische Gegner.
Host: Und wie geht es jetzt weiter?
Guest: Für Ende November und Anfang Dezember sind weitere Testspiele gegen internationale Gegner geplant, aller Voraussicht nach im Ausland. Die Mannschaft wird sich also weiterhin international messen, bevor es nächstes Jahr nach Brasilien geht.
Host: Insgesamt klingt das nach einem wichtigen Schritt auf dem Weg zur Weltmeisterschaft.
Guest: Absolut, und zwar nicht nur sportlich. Wück selbst sprach von einem großen Schritt nach vorn, gerade weil die Mannschaft gezeigt hat, dass sie auch unter Druck und nach einem Rückstand noch gewinnen kann.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!