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Die französische Marine stoppt ein Tankschiff
Die französische Marine hat im Mittelmeer ein Tankschiff gestoppt. Das Schiff heißt Deyna und kommt aus Russland. Es gehört zur sogenannten Schattenflotte. Präsident Macron nennt diese Schiffe Kriegsprofiteure.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Frankreichs Marine gegen die russische Schattenflotte.
Host: Die französische Marine hat am Freitag im Mittelmeer einen Öltanker abgefangen, der aus Russland kam. Was genau ist da passiert?
Guest: Der Tanker heißt Deyna und fuhr unter mosambikanischer Flagge. Er wurde wegen Unregelmäßigkeiten bei seiner Registrierung von der französischen Marine gestoppt.
Host: Und woher kam das Schiff ursprünglich?
Guest: Es ist aus Murmansk im Nordwesten Russlands ausgelaufen. Das ist ein wichtiger russischer Hafen, von dem aus viele dieser Tanker starten.
Host: Präsident Macron hat das persönlich auf X bekannt gegeben. Hat er auch erklärt, warum Frankreich so aktiv gegen diese Schiffe vorgeht?
Guest: Ja, er bezeichnete die Betreiber solcher Tanker als Kriegsgewinnler. Sie umgehen westliche Sanktionen, die wegen der russischen Invasion in der Ukraine verhängt wurden, und finanzieren so den russischen Kriegseinsatz mit.
Host: Das klingt sehr deutlich. Wie hat er das genau formuliert?
Guest: Er sagte, sie füllen ihre Taschen, während sie helfen, Russlands Kriegsanstrengungen zu finanzieren. Gleichzeitig verstoßen sie gegen das Seerecht, was Frankreich nicht tolerieren will.
Host: Ist das der erste Tanker, den Frankreich in letzter Zeit aufbringt?
Guest: Nein, es ist bereits der dritte in den letzten Monaten. Im Januar wurde der Tanker Grinch abgefangen, aber er wurde freigelassen, nachdem sein Eigentümer eine Geldstrafe in Millionenhöhe gezahlt hatte.
Host: Gab es noch einen weiteren Fall davor?
Guest: Ja, im September wurde die Boracay beschlagnahmt. Im Februar kam dann heraus, dass sich zwei Mitarbeiter eines russischen privaten Sicherheitsunternehmens an Bord befunden hatten.
Host: Was ist mit dem Kapitän dieses Schiffes passiert?
Guest: Der chinesische Kapitän wurde in Abwesenheit vor Gericht gestellt, obwohl er nicht persönlich erschienen ist. Die Staatsanwälte fordern eine einjährige Gefängnisstrafe, weil er sich geweigert hatte, den Anweisungen zum Stoppen zu folgen.
Host: Wo befindet sich die Deyna zurzeit?
Guest: Das 250 Meter lange Schiff wurde in der Nähe der spanischen Balearen entdeckt. In den kommenden Tagen wird es in französische Gewässer eskortiert, damit dort weitere Überprüfungen stattfinden können.
Host: Hat Frankreich bei dieser Operation allein gehandelt?
Guest: Nein, die Operation wurde in Koordination mit anderen Ländern durchgeführt. Großbritannien hat laut der Seepräfektur aktiv an der Verfolgung des Schiffes teilgenommen.
Host: Sind auch andere europäische Länder gegen solche Tanker aktiv?
Guest: Durchaus. Anfang März haben belgische Spezialkräfte mit Luftunterstützung aus Frankreich einen Tanker in der Nordsee abgefangen. In Schweden wurde zudem der russische Kapitän eines verdächtigen Tankers wegen Urkundenfälschung verhaftet.
Host: Macron hat auch den Krieg gegen den Iran erwähnt. Inwiefern ist das relevant?
Guest: Der Iran hat die Straße von Hormuz blockiert, was die globalen Energiemärkte stark destabilisiert hat. Die USA haben daraufhin einige Einschränkungen für russische Ölverkäufe gelockert, um die Märkte zu beruhigen.
Host: Wie hat Macron auf diese US-Entscheidung reagiert?
Guest: Er hat sie scharf kritisiert und versprochen, dass Russland keine Atempause bekommt. Auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz nannte die Lockerung der Sanktionen ausdrücklich falsch.
Host: Hat Macron klargestellt, dass Frankreich trotz allem die Ukraine weiter unterstützt?
Guest: Absolut. Er schrieb auf Englisch: 'We remain resolute.' Er betonte, der Krieg mit dem Iran werde Frankreich nicht von seiner Unterstützung für die Ukraine ablenken, wo Russlands Angriffskrieg ungebremst andauert.
Host: Wie groß ist die russische Schattenflotte insgesamt?
Guest: Fast 600 Schiffe, die im Verdacht stehen, Teil der Schattenflotte zu sein, unterliegen EU-Sanktionen. Das verdeutlicht, in welchem Ausmaß Russland versucht, die Sanktionen zu umgehen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!