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B2
Drohnenangriffe vor der Küste von Bulgarien
In der Nacht zum 13. Oktober 2026 haben Drohnen zwei Handelsschiffe vor der bulgarischen Schwarzmeerküste angegriffen. Die bulgarische Grenzpolizei rettete alle 15 Besatzungsmitglieder der "Chelsea 3". Ein zweites Schiff sank, elf Menschen werden noch vermisst. Russland wird verdächtigt, aber es gibt keine Beweise.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Drohnenangriffe vor Bulgariens Küste: Russland im Verdacht.
Host: In der Nacht zum 13. Oktober 2026 sind vor der bulgarischen Schwarzmeerküste erneut zwei Handelsschiffe von Drohnen angegriffen worden. Was weißt du über diesen Vorfall?
Guest: Es war bereits der zweite derartige Vorfall innerhalb einer Woche. Besonders betroffen war die "Chelsea 3", ein Schiff unter maltesischer Flagge, das sich allerdings in ukrainischem Besitz befindet.
Host: Wie schwer wurde dieses Schiff eigentlich getroffen?
Guest: Nach Angaben eines überlebenden Seemanns wurde die "Chelsea 3" dreimal von einer Drohne getroffen. Trotzdem konnten alle 15 Besatzungsmitglieder gerettet werden.
Host: Das ist erstaunlich, obwohl die See zu dieser Zeit sehr rau gewesen sein soll.
Guest: Ja, die Rettung wurde von der bulgarischen Grenzpolizei trotz schwerer See durchgeführt. Das wurde von Ljubomir Nikolov bestätigt, dem Generalsekretär des bulgarischen Innenministeriums.
Host: Und was geschah mit dem zweiten angegriffenen Schiff?
Guest: Dieses Schiff ist leider gesunken. Von der Besatzung konnten nur fünf Menschen gerettet werden, während elf weitere noch als vermisst gelten.
Host: Ist eigentlich schon geklärt, wer für die Angriffe verantwortlich ist?
Guest: Nein, bislang ist nicht belegt, ob tatsächlich russische Drohnen dahinterstecken. Ministerpräsident Rumen Radew hat eine direkte Schuldzuweisung vermieden.
Host: Aber er hat sich trotzdem irgendwie dazu geäußert, oder?
Guest: Genau. Er sagte, es gebe zwar keine eindeutigen Beweise, doch die Logik spreche dafür, dass ein solcher Vorfall der russischen Föderation nütze. Deshalb wurde die russische Botschafterin einbestellt.
Host: Wie hat Radew die Angriffe insgesamt bewertet?
Guest: Er bezeichnete sie als absolut inakzeptabel und als erhebliche Eskalation in unmittelbarer Nähe bulgarischer Hoheitsgewässer. Außerdem wurden die Vertreter Bulgariens bei NATO und EU informiert.
Host: Gibt es noch weitere diplomatische Schritte?
Guest: Radew kündigte an, dass er mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprechen werde, damit die Situation auch auf höchster Ebene besprochen werden kann.
Host: War das nicht schon der zweite Vorfall dieser Art in kurzer Zeit?
Guest: Richtig, schon in der Vorwoche waren zwei andere Schiffe vor der bulgarischen Küste angegriffen worden. Eines davon ist damals mit seiner gesamten Besatzung gesunken.
Host: Das klingt nach einem ziemlich beunruhigenden Muster.
Guest: Der Sicherheitsexperte Moritz Brake warnt genau davor. Er meint, dass die Häufung solcher Angriffe eine konkrete Gefahr für die europäische Sicherheit berge.
Host: Warum sind gerade Bulgarien und Rumänien von diesem Risiko besonders betroffen?
Guest: Weil über ihre Schwarzmeerwege auch Öl und Gas transportiert werden. Selbst vergleichsweise geringe Transportmengen könnten bei anhaltender Unsicherheit schnell zu einem kritischen Problem werden.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!