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B2
E-Auto-Prämie erreicht 100.000 Haushalte
Die staatliche E-Auto-Prämie gibt es seit Mai. Schon 100.000 Menschen haben sie beantragt, viel mehr als erwartet.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über E-Auto-Prämie erreicht 100.000 Haushalte.
Host: Laut Bundesregierung haben inzwischen 100.000 Haushalte die staatliche E-Auto-Prämie beantragt, obwohl das Programm erst im Mai eingeführt wurde.
Guest: Ja, und Bundesumweltminister Carsten Schneider zeigte sich regelrecht überrascht von dieser Resonanz. Die ursprünglichen Erwartungen wurden damit deutlich übertroffen.
Host: Gegenüber der "Bild" hat er erklärt, dass die Förderung den Haushalten helfe, sich unabhängiger von steigenden Kraftstoffpreisen zu machen.
Guest: Genau, und er betonte außerdem, dass jedes zusätzlich zugelassene Elektrofahrzeug die Abhängigkeit Deutschlands von Ölimporten aus Krisenregionen verringere.
Host: Interessant ist auch, dass viele der Antragstellenden zuvor nie wirklich über ein Elektroauto nachgedacht hatten.
Guest: Stimmt, laut Schneider profitieren also auch Bürgerinnen und Bürger, die sich diesem Thema vorher gar nicht genähert hätten.
Host: Was mich besonders interessiert, ist die soziale Komponente. Wie sieht es mit den Einkommen der Antragstellenden aus?
Guest: Rund 75 Prozent von ihnen verfügen über ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von höchstens 60.000 Euro im Jahr.
Host: Das heißt, die nach Einkommen gestaffelte Förderung erreicht also tatsächlich die Haushalte, für die sie gedacht war.
Guest: Genau das wertet Schneider als Beleg dafür, dass das Modell funktioniert, während Kritiker ja eigentlich etwas anderes befürchtet hatten.
Host: Richtig, im Vorfeld wurde ja kritisiert, dass vor allem chinesische Hersteller von den Zuschüssen profitieren würden.
Guest: Dieser Vorwurf wurde vom Umweltministerium aber zurückgewiesen. Weniger als 15 Prozent aller Förderanträge entfallen demnach auf Fahrzeuge chinesischer Hersteller.
Host: Welche Fahrzeuge werden denn überhaupt gefördert?
Guest: Gefördert werden der Kauf sowie das Leasing neu zugelassener Elektroautos, ausgewählter Plug-in-Hybride mit kombiniertem Strom- und Verbrennungsantrieb sowie Fahrzeuge mit einem sogenannten Reichweitenverlängerer, also einem kleinen Zusatzmotor.
Host: Gibt es eine Bedingung, ab wann die Fahrzeuge zugelassen sein müssen?
Guest: Ja, sie müssen seit dem 1. Januar dieses Jahres zugelassen worden sein, damit der Antrag überhaupt berücksichtigt wird.
Host: Und wie hoch kann die Förderung im Einzelfall ausfallen?
Guest: Das hängt vom Fahrzeugtyp, vom Haushaltseinkommen und von der Familiengröße ab. Maximal sind bis zu 6.000 Euro pro Fahrzeug möglich.
Host: Wie viel Geld steht insgesamt für das Programm zur Verfügung?
Guest: Laut Regierungsangaben stehen drei Milliarden Euro bereit. Diese Summe soll ausreichen, um zwischen 2026 und 2029 rund 800.000 Elektrofahrzeuge zu bezuschussen.
Host: Das ist eine beachtliche Zahl, vor allem wenn man bedenkt, dass das Programm erst wenige Monate läuft.
Guest: Absolut, und falls die Nachfrage weiterhin so hoch bleibt, könnte das Fördervolumen sogar früher ausgeschöpft sein, als ursprünglich geplant.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!