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E-Scooter-Unfälle: Ärzte warnen vor Gefahren
Die Zahl der E-Scooter-Unfälle in Deutschland steigt stark. Ein Arzt erklärt die Gefahren und schlägt Lösungen vor.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Ärzte warnen vor steigenden E-Scooter-Unfallzahlen in Deutschland.
Host: Die Zahl der E-Scooter-Unfälle in Deutschland steigt stark an, oder?
Guest: Ja, das Statistische Bundesamt hat letztes Jahr rund 16.500 Unfälle gezählt. Das sind etwa 38 Prozent mehr als im Jahr davor.
Host: Das ist wirklich viel. Gibt es in Deutschland eigentlich eine Helmpflicht?
Guest: Nein, bislang nicht. In Paris gilt inzwischen eine Helmpflicht für E-Scooter-Fahrer, aber in Deutschland existiert so eine Regelung noch nicht.
Host: Der Unfallchirurg Michael Zyskowski hat ja über typische Verletzungen gesprochen. Was passiert tagsüber?
Guest: Tagsüber sind die Fahrerinnen und Fahrer meist nüchtern. Wenn sie stürzen, können sie den Sturz noch abfangen. Deshalb erleiden sie vor allem klassische Brüche, zum Beispiel am Schlüsselbein oder am Handgelenk.
Host: Und nachts ist es gefährlicher?
Guest: Viel gefährlicher. Nachts sind viele Fahrer alkoholisiert. Weil die Reaktionszeit langsamer ist, stürzen sie oft ungebremst mit dem Kopf auf den Asphalt. Dann kommt es zu schweren Gesichtsverletzungen, Schädelbrüchen oder Hirnblutungen.
Host: Warum sind E-Scooter überhaupt so instabil?
Guest: Sie haben kleine Räder, eine kleine Standfläche und einen hohen Schwerpunkt. Außerdem fehlt vielen Nutzern die Bewegungserfahrung, weil es die Roller erst seit 2019 gibt. Beim Fahrrad haben die meisten schon als Kind Erfahrung gesammelt.
Host: Motorradfahrer tragen ja fast immer einen Helm.
Guest: Genau, und ein Helm verhindert zwar keinen Sturz, aber er mildert die Folgen erheblich ab, besonders bei Kopfverletzungen.
Host: Was schlägt Zyskowski denn als Lösung vor?
Guest: Er schlägt zum Beispiel eine Blinkerpflicht vor, damit Fahrer beide Hände am Lenker behalten. Außerdem sollten Verleihanbieter die Geschwindigkeit je nach gefahrener Strecke staffeln.
Host: Und was hält er von einem eigenen Führerschein für E-Scooter?
Guest: Diese Idee vom Deutschen Verkehrsrat findet er sinnvoll. Zudem fordert er verpflichtende Einweisungskurse vor dem ersten Ausleihen, weil viele Nutzer grundlegende Verkehrsregeln nicht kennen, zum Beispiel die Pflicht, Radwege zu benutzen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!