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Erdbeben auf Flores: Mehr als 50 Tote in Indonesien
Auf der indonesischen Insel Flores gab es ein starkes Erdbeben der Stärke 7,7. Mindestens 53 Menschen sind gestorben und 132 wurden verletzt. Retter suchen noch nach Vermissten, und die Regierung schickt Hilfe auf die Insel.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Mehr als 50 Tote nach starkem Erdbeben in Indonesien.
Host: Auf der indonesischen Insel Flores hat sich am Samstag ein Erdbeben der Stärke 7,7 ereignet, und die Zahl der Opfer steigt weiter.
Guest: Ja, nach aktuellem Stand kamen mindestens 53 Menschen ums Leben, während 132 weitere verletzt wurden. Das ist erschreckend, vor allem weil die Rettungsteams immer noch nach Vermissten suchen.
Host: Wo genau suchen die Rettungskräfte denn?
Guest: Viele Menschen liegen unter eingestürzten Gebäuden und Schlammmassen begraben, sodass die Bergung extrem schwierig ist.
Host: Wie groß sind die Sachschäden in der Region?
Guest: Hunderte Häuser und andere Bauwerke wurden zerstört oder stark beschädigt. Deshalb mussten rund 5.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.
Host: Und es hört ja offenbar nicht auf mit den Erschütterungen, oder?
Guest: Genau, die Seismologen haben im Anschluss an das Hauptbeben knapp 1.000 Nachbeben registriert, die die Rettungsarbeiten zusätzlich erschweren.
Host: Gab es auch eine Tsunami-Gefahr?
Guest: Unmittelbar nach dem Beben wurde eine Tsunami-Warnung ausgerufen, die aber kurze Zeit später wieder zurückgenommen wurde. Trotzdem verließen viele Bewohnerinnen und Bewohner aus Vorsicht ihre Häuser und suchten Zuflucht auf höher gelegenem Gelände.
Host: Wie wird die betroffene Bevölkerung derzeit versorgt?
Guest: Die nationale Katastrophenschutzbehörde hat mindestens fünf Hubschrauber sowie mehrere Flugzeuge und Schiffe in die Krisenregion beordert. Außerdem ließ die Regierung 50.000 Hilfspakete auf die Insel bringen.
Host: Können die Verletzten überhaupt noch in Krankenhäusern behandelt werden?
Guest: Kaum, denn zahlreiche Krankenhäuser wurden durch das Beben beschädigt. Da weitere Erdstöße befürchtet werden, müssen viele Verletzte notdürftig in provisorischen Zeltlagern versorgt werden.
Host: Wer unterstützt die Rettungsarbeiten vor Ort?
Guest: Mehr als 3.500 Angehörige von Militär und Polizei wurden nach Flores entsandt. Einsatzkräften gelang es inzwischen, in Teile der Hafenstadt Maumere vorzudringen, die zuvor durch Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten war.
Host: Beteiligen sich auch internationale Organisationen?
Guest: Ja, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und Roten Halbmond kündigte an, sich an den Hilfsmaßnahmen zu beteiligen.
Host: Was wird vor Ort am dringendsten gebraucht?
Guest: Besonders benötigt werden Zelte, Decken, Feldbetten, sauberes Trinkwasser, Stromgeneratoren sowie Nahrungsmittel und Medikamente.
Host: Warum kommt es in Indonesien eigentlich so häufig zu solchen Beben?
Guest: Indonesien zählt rund 290 Millionen Einwohner und liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer Zone, in der mehrere tektonische Platten aufeinandertreffen. Deshalb kommt es in dem südostasiatischen Inselstaat immer wieder zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.
Host: Ist das eine neue Erfahrung für die Region?
Guest: Nein, überhaupt nicht. Bereits 1992 wurde dieselbe Region von einem Beben der Stärke 7,5 heimgesucht, das damals schwere Verwüstungen zur Folge hatte.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!