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Ermittler finden DNA-Spuren und Antenne nach Drohnen-Vorfall in Leipzig
Nach dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle finden Ermittler neue Spuren: eine Antenne, Sprengstoff und DNA-Material.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Drohnen-Anschlag in Leipzig: Neue Spuren nach Sabotageversuch.
Host: Die Ermittler haben nach dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle offenbar neue Spuren gesichert - DNA-Material und eine Antenne. Was genau ist da gefunden worden?
Guest: Laut Recherchen von NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung wurden sowohl DNA-Spuren als auch eine Antenne entdeckt, die vermutlich von den Tätern angebracht wurde, um das Steuersignal der Drohne zu verstärken.
Host: Erinnern wir uns kurz: Was war am Abend des 4. August eigentlich passiert?
Guest: Auf dem Vorfeld war neben ukrainischen Frachtmaschinen eine Drohne entdeckt worden, die offenbar für einen Anschlag eingesetzt werden sollte. Laut Überwachungsaufnahmen prallte sie gegen 19:30 Uhr gegen die Tragfläche einer geparkten Antonov-Maschine und blieb danach einfach liegen.
Host: Und bemerkt hat das zunächst niemand?
Guest: Nein, ein Flughafenmitarbeiter entdeckte sie erst Stunden später. In der Nähe fanden die Ermittler außerdem eine selbstgebaute Sprengvorrichtung - eine Konservendose mit etwa 600 Gramm des Sprengstoffs Semtex.
Host: 600 Gramm Sprengstoff, das klingt wirklich gefährlich. Warum kam es denn nicht zur Explosion?
Guest: Nur weil der Zünder defekt war, ist nichts passiert. Ansonsten wäre die Sprengladung wohl tatsächlich gezündet.
Host: Die Drohne selbst war ja auch technisch ziemlich aufwendig ausgestattet, oder?
Guest: Absolut. Ein zusätzlicher Akku ermöglichte eine lange Flugzeit, und an Bord befanden sich zudem ein 5G-Router sowie zwei SIM-Karten. Das Bundeskriminalamt geht davon aus, dass das Gerät über das Mobilfunknetz gesteuert wurde - möglicherweise sogar aus dem Ausland.
Host: Und dann ist da noch diese Antenne, die schon vergangene Woche gefunden wurde.
Guest: Richtig, an einem Baum in der Nähe des Flughafens. Sicherheitskreise gehen mittlerweile davon aus, dass die Täter sie selbst installiert haben, damit das Steuersignal nicht gestört wird.
Host: Was erhoffen sich die Ermittler jetzt von den DNA-Spuren?
Guest: Die wurden sowohl an der Sprengstoffdose als auch an der Drohne und in der Umgebung des Tatorts gesichert. Ein Abgleich soll laut den Recherchen bereits einen Treffer mit einem anderen, bislang ungeklärten Fall ergeben haben.
Host: Gibt es weitere Hinweise, wohin die Spur führen könnte?
Guest: Eine Spur weist offenbar nach Litauen. Eine direkte Verbindung zum sogenannten DHL-Fall besteht nach jetzigem Stand allerdings nicht, obwohl die Behörden auffällige Ähnlichkeiten zwischen beiden Fällen prüfen.
Host: Erinnern wir kurz daran, worum es beim DHL-Fall ging.
Guest: Vor zwei Jahren waren im Rahmen einer mutmaßlich vom russischen Geheimdienst GRU gesteuerten Anschlagsserie Pakete in Leipzig, Birmingham und Warschau in Brand geraten.
Host: Also bleibt trotz der Ähnlichkeiten unklar, ob beide Fälle wirklich zusammenhängen.
Guest: Genau, das wird derzeit noch geprüft, während die Ermittlungen zu dem Leipziger Vorfall weiterlaufen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!