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B2
Erster Ebola-Fall in Kenia
In Kenia stirbt ein Mann an Ebola. Es ist der erste bestätigte Fall im Land. Die WHO lobt die schnelle Reaktion der Behörden.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Erster Ebola-Fall in Kenia löst Besorgnis aus.
Host: Ein Mann ist in Kenia an Ebola gestorben – es ist der erste amtlich bestätigte Fall, der im Land überhaupt registriert wurde. Weißt du, wie er sich angesteckt hat?
Guest: Ja, er hatte sich mehrere Jahre in der Demokratischen Republik Kongo aufgehalten und sich dort offenbar infiziert. Dort war er bereits in mehreren Kliniken behandelt worden, bevor er die Reise nach Kenia angetreten hat.
Host: Wie ist er denn überhaupt nach Kenia gekommen, obwohl es gar keine direkte Landgrenze zwischen beiden Ländern gibt?
Guest: Er ist Ende vergangener Woche per Auto über Kampala, die ugandische Hauptstadt, gereist und ist von dort aus nach Nairobi geflogen. Das zeigt, wie eng die Reiseverbindungen über Uganda tatsächlich sind.
Host: Ist denn bei der Einreise nichts aufgefallen? Es gibt doch eigentlich Gesundheitschecks am Flughafen.
Guest: Genau, aber weder beim Gesundheitscheck noch bei der Passkontrolle wurden Auffälligkeiten festgestellt. Erst als Angehörige ihn später in eine Klinik gebracht haben, wurde er isoliert und getestet.
Host: Und was hat der Test ergeben?
Guest: Er wurde positiv auf das Bundibugyo-Virus getestet. Das ist eine seltene und besonders tödliche Variante des Ebolaerregers. Laut Gesundheitsminister Aden Duale litt der Patient unter schweren Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost, starker Erschöpfung, Muskel- und Halsschmerzen sowie Blutungen unter der Haut.
Host: Wie hat die WHO auf den Fall reagiert?
Guest: Die WHO hat die kenianischen Behörden ausdrücklich gelobt, weil der Patient so schnell erkannt, isoliert und getestet wurde. Außerdem wurde weitere Unterstützung bei den Eindämmungsmaßnahmen zugesichert.
Host: Wie viele Menschen mussten denn überhaupt überprüft werden?
Guest: Nach Angaben der WHO wurden bislang 28 Kontaktpersonen erfasst, darunter Angehörige und medizinisches Personal, außerdem 23 Mitreisende und vier Besatzungsmitglieder des genutzten Flugs. Landesweit wurden sogar rund 650.000 Einreisende untersucht und knapp 270 Verdachtsproben ausgewertet.
Host: Das ist eine enorme Zahl. Was wird jetzt konkret unternommen?
Guest: Es wurden bereits etwa 5.000 Beschäftigte im Gesundheitswesen geschult, und geplant sind nun verstärkte Kontrollen an ausgewählten Grenzübergängen sowie eine intensivere Aufklärung der Bevölkerung.
Host: Und wie groß ist die Sorge, dass sich die Situation auf die Nachbarländer ausweitet?
Guest: Die Wachsamkeit steigt vor allem in Uganda wieder, obwohl die WHO erst Ende Juli einen Ebola-Ausbruch dort für beendet erklärt hatte. In der Demokratischen Republik Kongo selbst hält derweil der größte Ebola-Ausbruch der Landesgeschichte an – mit über 8.600 Infektionen und mehr als 4.000 Todesfällen.
Host: Wie reagieren die Menschen in Nairobi auf die Nachricht?
Guest: Die Reaktionen sind gemischt. Manche Bewohner zeigen sich wenig überrascht, weil über die Gefahr schon seit Monaten diskutiert wird, kritisieren aber, dass die Regierung schlecht vorbereitet gewesen sei. Andere wiederum fürchten, dass sich die Lage negativ auf Wirtschaft und Tourismus auswirken könnte, falls sie nicht rasch unter Kontrolle gebracht wird.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!