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B2
EU begrenzt Import chinesischer Hybridautos
Die EU und China einigen sich auf eine Grenze von 350.000 chinesischen Hybridautos pro Jahr. Die Zahl steigt jedes Jahr um sechs Prozent. Nach vier Jahren endet die Regel.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über EU begrenzt Import chinesischer Hybridautos auf 350.000 Fahrzeuge jährlich.
Host: Die EU und China haben sich auf eine Obergrenze für den Import chinesischer Hybridfahrzeuge geeinigt – künftig dürfen jährlich maximal 350.000 Fahrzeuge eingeführt werden. Wie bewertest du diese Zahl?
Guest: Das ist eine erstaunlich konkrete Grenze, besonders wenn man bedenkt, dass die EU-Kommission für dieses Jahr mit etwa 800.000 importierten Hybridfahrzeugen rechnet. Die Differenz zeigt, wie stark der Zustrom zuletzt gewachsen ist.
Host: Interessant ist auch, dass die Grenze nicht starr bleibt, sondern jedes Jahr um sechs Prozent angehoben werden soll, bevor die Regelung nach vier Jahren automatisch ausläuft.
Guest: Genau, dadurch bekommt die Industrie Zeit, sich anzupassen, während gleichzeitig verhindert wird, dass der Markt plötzlich überschwemmt wird. Man könnte sagen, es ist ein Kompromiss zwischen Schutz und schrittweiser Öffnung.
Host: Warum sorgt sich die EU überhaupt so sehr um diese Importe?
Guest: Die Befürchtung ist, dass günstigere chinesische Fahrzeuge europäische Autohersteller aus dem Markt drängen könnten. Deshalb hatte die EU bereits 2024 Sonderzölle auf Elektroautos aus China eingeführt.
Host: Und als Reaktion darauf sind viele chinesische Hersteller offenbar auf Plugin-Hybride ausgewichen, oder?
Guest: Ja, obwohl die Sonderzölle nur reine Elektroautos betrafen, verlagerten viele Hersteller ihr Geschäft auf Hybridmodelle, deren Export nach Europa seitdem deutlich zunahm.
Host: Was passiert eigentlich, sobald die jährliche Obergrenze erreicht ist?
Guest: Dann sollen die Zollbehörden schlicht keine weiteren Genehmigungen mehr erteilen. Dabei wird betont, dass sich die Vereinbarung innerhalb der WTO-Regeln bewegt und dass China ihr zugestimmt hat.
Host: Verkündet wurde die grundsätzliche Einigung ja schon früher, oder?
Guest: Richtig, bereits am vergangenen Freitag hatten EU-Handelskommissar Maros Sefcovic und sein chinesischer Amtskollege Wang Wentao das Ergebnis nach einem Treffen in Peking verkündet, allerdings zunächst ohne nähere Details. Sefcovic bezeichnete die Vereinbarung als wichtigen ersten Schritt zur Wiederherstellung eines ausgewogeneren Handelsverhältnisses.
Host: Gibt es neben der Importbegrenzung noch weitere Zugeständnisse?
Guest: Ja, China soll laut Sefcovic zudem zusagen, die Zölle auf bestimmte Produkte aus der EU zu senken, und hat sich bereit erklärt, die Ausfuhr von Lizenzen für Seltene Erden und Dauermagnete an die EU zu erleichtern. Zu möglichen Zugeständnissen der EU im Gegenzug hat sich Brüssel bislang nicht geäußert.
Host: Das klingt nach einem heiklen Gleichgewicht, gerade weil die Handelsbilanz stark zugunsten Chinas ausfällt.
Guest: Absolut, denn während die EU erheblich mehr Waren aus China importiert, als sie dorthin exportiert, bleiben europäische Unternehmen gleichzeitig auf chinesische Rohstoffe, Halbleiter und Materialien für erneuerbare Energien angewiesen. Deshalb werden sich am Ende dieser Woche auch die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten mit den angespannten Handelsbeziehungen zu China befassen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!