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Eurowings streicht Flüge und erwägt Kurzarbeit
Eurowings streicht Flüge und plant Kurzarbeit, weil die Kerosinpreise wegen des Kriegs im Iran stark steigen.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Eurowings streicht Flüge und erwägt Kurzarbeit wegen hoher Spritkosten.
Host: Eurowings hat offenbar ziemlich drastische Sparmaßnahmen angekündigt, weil die Kerosinpreise so stark gestiegen sind. Was genau plant die Airline da?
Guest: Genau, es geht vor allem um zwei Dinge: Zum einen prüft Eurowings Kurzarbeit für die Beschäftigten im Winter, zum anderen werden mehrere Flugverbindungen gestrichen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden diese Woche schriftlich informiert, allerdings hat sich das Unternehmen bislang nicht dazu geäußert, wie umfangreich die Kurzarbeit tatsächlich ausfallen soll.
Host: Das klingt nach einer ziemlich plötzlichen Entscheidung. Was steckt denn konkret hinter diesem Kostenanstieg?
Guest: Hintergrund ist der Krieg im Iran, der die weltweiten Treibstoffpreise massiv nach oben getrieben hat. Laut einem internen Schreiben des Managements entstehen Eurowings dadurch im laufenden Jahr zusätzliche Kerosinkosten von fast 250 Millionen Euro gegenüber der ursprünglichen Planung. Das ist eine enorme Summe, die man irgendwo kompensieren muss.
Host: Und ausgerechnet im Winter, wenn das Geschäft ohnehin schwächer läuft.
Guest: Genau, das ist ja insofern besonders brisant, als die Wintermonate wirtschaftlich schon von sich aus schwierig sind. Die Airline rechnet also mit einer wachsenden Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben, während die Kosten gleichzeitig weiter steigen.
Host: Welche Strecken sind denn konkret von den Streichungen betroffen?
Guest: Besonders auffällig ist, dass die erst kürzlich eingeführten Verbindungen von Köln und Stuttgart nach Dubai komplett wegfallen sollen. Bei weiteren Kürzungen will man allerdings eher einzelne Flüge streichen als ganze Strecken aufzugeben. Insgesamt soll das Winterflugprogramm um etwa fünf Prozent reduziert werden.
Host: Fünf Prozent ist schon eine ganze Menge. Betrifft das nur den Flugbetrieb oder auch andere Bereiche?
Guest: Nein, auch im Verwaltungsbereich wird gespart. Bis Ende 2028 sollen dort rund 100 Arbeitsplätze abgebaut werden. Und, fast schon symbolisch, wurde sogar die firmeninterne Weihnachtsfeier abgesagt.
Host: Das zeigt ja, wie ernst man die Lage offenbar nimmt. Wie reagieren die Gewerkschaften auf die angekündigte Kurzarbeit?
Guest: Ver.di hat angekündigt, sich aktiv in die Ausgestaltung der Kurzarbeit einbringen zu wollen. Konkret fordert die Gewerkschaft, dass etwaige Zahlungen der Arbeitsagentur vom Unternehmen selbst aufgestockt werden sollen.
Host: Mit welcher Begründung?
Guest: Ver.di verweist darauf, dass der Lufthansa-Konzern als Ganzes weiterhin Gewinne erzielt. Die Gewerkschaft sieht also keinen Grund, warum die Beschäftigten allein die finanzielle Last tragen sollten, während der Mutterkonzern wirtschaftlich stabil bleibt.
Host: Das ist ein nachvollziehbares Argument. Was bedeutet das Ganze eigentlich für die Kundinnen und Kunden? Kann man auf sinkende Ticketpreise hoffen, wenn ohnehin schon so stark gespart wird?
Guest: Eher nicht. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass die Kundinnen und Kunden vorerst nicht mit sinkenden Preisen rechnen dürfen, da die hohen Treibstoffkosten ja nicht nur Eurowings betreffen, sondern die gesamte Luftfahrtbranche weltweit belasten.
Host: Das heißt, selbst wenn Eurowings seine eigenen Kosten senkt, bleibt der Druck durch den globalen Markt bestehen.
Guest: Genau, und insofern handelt es sich hier eher um eine Reaktion auf einen externen Schock als um ein hausgemachtes Problem. Dennoch bleibt die Frage, inwiefern die Beschäftigten für etwas zahlen sollen, das letztlich mit geopolitischen Entwicklungen zusammenhängt, auf die das Unternehmen selbst keinen Einfluss hat.
Host: Eine durchaus heikle Situation, sowohl wirtschaftlich als auch sozial.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!