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Heftige Unwetter treffen Bodenseeregion, Schweiz und Norditalien
Am Freitag trafen schwere Unwetter mit Hagel und Sturm den Bodensee, die Schweiz und Norditalien. Es gab große Schäden an Gebäuden, Zügen und Straßen, und viele Menschen wurden verletzt.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Heftige Unwetter treffen Bodenseeregion, Schweiz und Norditalien.
Host: Was am Freitag über den Bodensee hereingebrochen ist, klingt wirklich dramatisch – Hagel, Sturmböen, massive Schäden. Wie sieht die Lage in Singen aus?
Guest: Ziemlich verheerend. Laut Feuerwehr wurden rund 190 Gebäude beschädigt, und ein Haus gilt sogar als einsturzgefährdet, sodass es nicht mehr bewohnt werden darf.
Host: Das heißt, die Menschen dort haben ihr Zuhause verloren?
Guest: Zumindest vorübergehend, ja. Die Aufräumarbeiten dürften mehrere Tage dauern, weil ein ganzer Stadtteil zeitweise nicht mehr befahrbar war.
Host: Und der Zugverkehr war auch betroffen, oder?
Guest: Genau, sowohl zwischen Singen und Konstanz als auch zwischen Singen und dem schweizerischen Schaffhausen musste der Bahnverkehr unterbrochen werden.
Host: Wie stark war der Wind eigentlich, gemessen am Bodensee?
Guest: Der Deutsche Wetterdienst hat in Friedrichshafen 114 km/h registriert, in Weilheim im Südschwarzwald 112 km/h und in Lindau rund 105 km/h.
Host: Woher kam dieses Unwetter überhaupt?
Guest: Die Gewitterfront zog aus der Schweiz über den Hochrhein Richtung Bodensee, und ausgerechnet in Schaffhausen, nahe der Grenze, wurden Böen von bis zu 143 km/h gemessen – das entspricht Orkanstärke 12.
Host: Das ist ja extrem. Wie hat es die Schweiz getroffen?
Guest: Im Kanton Zürich wurden etwa 40 Menschen durch Hagel verletzt, darunter viele Kinder, und mehrere mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Host: Gab es dort auch Verkehrsprobleme?
Guest: Ja, obwohl der Fokus auf Zürich lag, war auch die West- und Nordwestschweiz betroffen – zwischen Biel und Olten wurde der Zugverkehr unterbrochen.
Host: Ich habe gelesen, dass es unglaublich viele Blitze gab.
Guest: Stimmt, SRF Meteo zählte binnen kurzer Zeit rund 46.000 Blitze, während sich zwei Hagelbänder von Basel bis zum Bodensee zogen.
Host: Wie groß waren die Hagelkörner denn?
Guest: Vereinzelt erreichten sie einen Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern, was enorme Schäden verursacht hat.
Host: Gab es auch Schäden an der Infrastruktur?
Guest: Im Kanton Aargau wurden vier Betonmasten einer Hochspannungsleitung umgeknickt, und auf der Autobahn A1 wurde sogar ein Lastwagen umgeweht, dessen Fahrer aber unverletzt blieb.
Host: Gab es Verletzte durch umstürzende Bäume?
Guest: Leider ja, im Kanton Solothurn wurde eine Frau von einem umstürzenden Baum schwer verletzt.
Host: Wie ging es weiter, als das Unwetter Richtung Osten zog?
Guest: Es schwächte sich allmählich ab, obwohl weitere Gewitterzellen südlich von Reutlingen noch größeren Hagel brachten. In Bayern blieben die Schäden trotz Unwetterwarnungen vergleichsweise gering.
Host: Und in Norditalien? Da soll es Cremona besonders getroffen haben.
Guest: Ja, in der 71.000 Einwohner zählenden Stadt wurde die Turmspitze des Doms beschädigt, und an der Torre Civica stürzte die Dachabdeckung ein.
Host: Wurden auch Fahrzeuge beschädigt?
Guest: Nach Medienberichten wurden in Cremona etwa 10.000 Fahrzeuge durch den Hagel beschädigt.
Host: Und rund um Brescia?
Guest: Dort erreichten die Hagelkörner Berichten zufolge die Größe von Tennisbällen.
Host: Wie viele Einsätze musste die Feuerwehr in der Lombardei insgesamt fahren?
Guest: Bis zum Abend zählte sie mehr als 300 Einsätze, bei denen über 160 Einsatzkräfte im Dienst waren – das zeigt, wie flächendeckend das Unwetter gewütet hat.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!