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Huthi-Miliz greift erneut saudische Flughäfen an
Die Huthi-Miliz aus dem Jemen greift wieder Flughäfen in Saudi-Arabien an. Am Sonntag trifft ein Geschoss Terminal 4 in Riad. Ein Mensch stirbt, elf werden verletzt. Auch der Flughafen in Damman hat Schäden. Riad bleibt geschlossen. Deutschland, Großbritannien und die USA warnen vor Reisen. Auch die deutsche Ministerin Katherina Reiche kann nicht nach Berlin zurückfliegen.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Huthi-Miliz greift erneut saudische Flughäfen an.
Host: Der internationale Flughafen von Riad wurde am Sonntag erneut getroffen, nachdem bereits am Samstag ein Angriff auf denselben Flughafen zwölf Menschenleben gefordert hatte.
Guest: Ja, und diesmal traf ein Geschoss das Terminal 4, wodurch ein Feuer ausgelöst wurde. Ein Mensch starb, elf weitere wurden verletzt.
Host: Interessant ist, dass eines der Opfer vom Samstag erst am Sonntag seinen Verletzungen erlag. Das zeigt, wie schwer die Angriffe waren.
Guest: Genau, und es blieb nicht bei Riad. Auch der King-Fahd-Flughafen in Damman wurde beschädigt, obwohl die Huthi-Miliz dort offenbar ein anderes Ziel verfolgte.
Host: Und in Abha, im Süden des Landes, gab es sogar Luftalarm, früh am Montagmorgen. Wird der Flughafen von Riad weiterhin geschlossen bleiben?
Guest: Laut dem Artikel ja, er bleibt vorerst gesperrt. Deshalb haben Deutschland, Großbritannien und die USA bereits Reisewarnungen ausgesprochen, weil die Sicherheitslage so angespannt ist.
Host: Das betrifft ja sogar deutsche Politiker. Die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche war wegen Konferenzen in Saudi-Arabien und muss ihre Rückkehr verschieben.
Guest: Richtig, ihr Ministerium prüft momentan alternative Reisewege, damit sie und ihr Team trotzdem zurückkehren können.
Host: Wie viele Angriffe hat die Huthi-Miliz insgesamt ausgeführt, und womit?
Guest: Sie erklärte, binnen 24 Stunden vier Attacken durchgeführt zu haben, und zwar mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen.
Host: Welche Ziele wurden denn getroffen, außer den beiden Flughäfen?
Guest: Eine Gasanlage sowie eine Raffinerie des staatlichen Ölunternehmens Aramco wurden ebenfalls angegriffen.
Host: Und wie hat Saudi-Arabien reagiert? Im Artikel steht etwas von Luftschlägen.
Guest: Laut Angaben der Huthi-Miliz soll Saudi-Arabien im Gegenzug mehr als 120 Luftschläge gegen Sanaa und weitere Provinzen geflogen haben, obwohl diese Zahl unabhängig nicht bestätigt werden konnte.
Host: Die Miliz hat ja auch erklärt, welche Ziele für sie legitim sind.
Guest: Ja, saudische Flughäfen und der Luftraum gelten für sie grundsätzlich als militärische Ziele, ausgenommen die heiligen Stätten Mekka und Medina.
Host: Gibt es überhaupt diplomatische Bemühungen, um die Lage zu beruhigen?
Guest: Iran hat zu einer diplomatischen Lösung aufgerufen. Außenminister Araghtschi warnte seinen saudischen Amtskollegen Faisal bin Farhan davor, weiter auf eine militärische Lösung zu setzen, da dies die Lage nur verkomplizieren würde.
Host: Das ist bemerkenswert, weil Iran als wichtigster Unterstützer der Huthi-Miliz gilt.
Guest: Genau deshalb wiegt das Angebot Teherans, bei Gesprächen zu vermitteln, auch so schwer.
Host: Wie haben andere Länder der Region reagiert?
Guest: Die Türkei, Ägypten, Pakistan und Saudi-Arabien haben als sogenannte R4-Gruppe die Angriffe verurteilt, und zwar als klaren Bruch des Völkerrechts und als nicht hinnehmbare Eskalation.
Host: Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz dauert ja schon über zehn Jahre an.
Guest: Ja, und er hat sich jetzt im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran erneut deutlich verschärft.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!