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Julian Weber gewinnt EM-Gold mit Wunderwurf im letzten Versuch
Julian Weber gewinnt bei der Leichtathletik-EM in Birmingham Gold im Speerwurf. Im letzten Versuch wirft er 90,40 Meter und stellt einen neuen EM-Rekord auf. Silber geht überraschend an seinen Teamkollegen Nick Thumm, Bronze an Patriks Gailums aus Lettland.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Julian Weber gewinnt EM-Gold mit Wunderwurf im letzten Versuch.
Host: Im letzten Versuch hat Julian Weber den Speer auf 90,40 Meter geworfen und damit nicht nur Gold geholt, sondern auch einen neuen EM-Rekord aufgestellt.
Guest: Ja, das war wirklich dramatisch, denn bis zu diesem Wurf hatte er im Finale zurückgelegen.
Host: Wie kam es dazu, dass er so lange hinten lag, obwohl er als Topfavorit angetreten war?
Guest: Er hatte im Finale zunächst solide mit 83,71 Metern begonnen, dann folgten aber mehrere schwächere Versuche.
Host: Und erst im sechsten Durchgang hat er sich noch einmal richtig gesteigert.
Guest: Genau, mit seiner Rekordweite ist er dann an Nick Thumm vorbeigezogen.
Host: Apropos Thumm – seine Silbermedaille war ja eine echte Überraschung.
Guest: Absolut, der 21-Jährige hatte vor dem Finale gar nicht zum Kreis der Medaillenkandidaten gezählt.
Host: Wie hat er sich denn nach vorne geworfen?
Guest: Im fünften Durchgang übernahm er mit 83,76 Metern die Führung und löste damit den bisherigen Spitzenreiter ab.
Host: Er war also schon in der Qualifikation in Form, oder?
Guest: Ja, da hatte er seine persönliche Bestweite von 82,03 auf 83,49 Meter gesteigert.
Host: Im letzten Versuch konnte er aber nicht mehr nachlegen.
Guest: Nein, wegen Krämpfen ließ er den Speer im sechsten Durchgang nur noch fallen.
Host: Trotzdem hat es für Silber gereicht, weil Weber erst danach an ihm vorbeizog.
Guest: Richtig, und Bronze ging an den Letten Patriks Gailums mit 82,97 Metern.
Host: Weber galt ja schon vor dem Wettkampf als bester europäischer Speerwerfer des laufenden Jahres.
Guest: Das stimmt, einen Monat zuvor hatte er in Luzern mit 87,04 Metern die europäische Jahresbestweite erzielt.
Host: Damit stand er sogar weltweit auf Rang vier.
Guest: Genau, deshalb war der Druck vor dem Finale in Birmingham auch besonders groß.
Host: Für Weber ist der EM-Titel jetzt schon ein weiterer Erfolg bei Europameisterschaften.
Guest: Während ihm bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen bislang der ganz große Wurf gefehlt hat.
Host: Wie sah es denn bisher bei seinen WM-Teilnahmen aus?
Guest: Bei vier WM-Teilnahmen erreichte er zweimal Platz vier, einmal Platz fünf und einmal Platz sechs.
Host: Und bei Olympischen Spielen?
Guest: Da wurde er einmal Vierter und einmal Sechster, also auch immer knapp an einer Medaille vorbei.
Host: Bei der WM 2025 in Tokio war er sogar als Favorit angetreten.
Guest: Ja, und wurde damals nur Fünfter, was sicher enttäuschend für ihn war.
Host: Umso mehr dürfte ihn dieser EM-Titel jetzt freuen.
Guest: Auf jeden Fall, vor allem weil der Sieg erst im allerletzten Versuch entschieden wurde.
Host: Und wie hat Thumm auf seinen unerwarteten Erfolg reagiert?
Guest: Er zeigte sich nach dem Wettkampf überwältigt, schließlich hatte er selbst nicht mit einer Medaille gerechnet.
Host: Ein Finale also, das bis zum letzten Wurf spannend blieb.
Guest: Genau, sowohl bei Gold als auch bei Silber wurde die Entscheidung erst in den letzten Versuchen gefällt.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!