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KI-Boom lässt Stromverbrauch in den USA steigen
Rechenzentren für Künstliche Intelligenz lassen den Stromverbrauch in den USA stark steigen. Besonders Texas ist betroffen, aber Gouverneur Greg Abbott und New York reagieren mit neuen Regeln. Firmen bauen jetzt eigene Kraftwerke, auch in Deutschland wird das Stromnetz knapp.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über KI-Boom lässt Stromverbrauch in den USA auf Rekordwerte steigen.
Host: Diese Zahlen sind schon beeindruckend – 2025 wurden in den USA 4.195 Terawattstunden Strom verbraucht, ein historischer Höchstwert.
Guest: Genau, und laut der Energiebehörde EIA soll der Verbrauch in diesem Jahr sogar auf 4.268 Terawattstunden steigen.
Host: Was steckt denn hinter diesem enormen Anstieg?
Guest: Vor allem der massive Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz, aber auch das Kryptowährungs-Mining verbraucht enorm viel Energie.
Host: Und dazu kommt wohl auch, dass immer mehr Haushalte auf Strom statt auf Öl oder Gas umsteigen, oder?
Guest: Richtig, etwa beim Heizen oder wenn sie ein Elektrofahrzeug kaufen. Bis 2027 könnte der Verbrauch sogar auf 4.391 Terawattstunden klettern.
Host: In Texas scheint die Entwicklung besonders dramatisch zu sein.
Guest: Dort bauen Konzerne wie Google, Microsoft und Amazon zahlreiche neue KI-Rechenzentren, obwohl die Stromnetze das kaum noch verkraften.
Host: Deshalb hat Gouverneur Greg Abbott wohl reagiert?
Guest: Ja, er hat Anfang August einen Baustopp für weitere Anlagen verhängt. Die EIA musste daraufhin ihre Prognose für Texas deutlich nach unten korrigieren – statt eines Anstiegs von 14 Prozent wird bis 2027 nur noch ein Plus von sechs Prozent erwartet.
Host: Texas ist nicht der einzige Bundesstaat, der eingreift, oder?
Guest: Nein, New York hatte bereits im Juli als erster Bundesstaat ein vorübergehendes Verbot für große Hyperscale-Rechenzentren erlassen.
Host: Wie reagieren die Technologiekonzerne eigentlich auf diese Engpässe?
Guest: Viele bauen inzwischen eigene Kraftwerke, damit sie ihre Stromversorgung sichern können. Manche errichten Gaskraftwerke, andere lassen sogar stillgelegte Atomkraftwerke wieder reaktivieren.
Host: Wie groß ist denn der Anteil der Rechenzentren am gesamten Stromverbrauch?
Guest: Landesweit entfallen derzeit schätzungsweise vier bis sechs Prozent des gesamten US-Stromverbrauchs auf Rechenzentren. Erdgas und Kernenergie bleiben weiterhin die wichtigsten Energiequellen.
Host: Gibt es denn auch Fortschritte bei erneuerbaren Energien?
Guest: Ja, laut EIA-Prognose soll der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix bis 2027 auf 27 Prozent wachsen.
Host: Interessant ist, dass solche Engpässe nicht nur in den USA auftreten, sondern auch in Deutschland.
Guest: Stimmt, am wichtigsten deutschen Rechenzentrumsstandort Frankfurt am Main wird das Stromnetz zunehmend knapp.
Host: Was bedeutet das konkret für neue Anschlüsse?
Guest: Laut einem Bericht des Magazins Spiegel teilte der zuständige Netzbetreiber mit, dass große neue Anschlüsse für leistungsstarke Rechenzentren dort frühestens Mitte der 2030er-Jahre wieder möglich seien.
Host: Was kritisieren Umweltverbände an dieser Entwicklung?
Guest: Sie kritisieren neben dem steigenden Strombedarf vor allem den hohen Wasserverbrauch, weil für die Kühlung der Serverfarmen erhebliche Wassermengen benötigt werden, die in vielen Regionen der Welt zunehmend knapp werden.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!