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Koalition einigt sich auf Zuckersteuer für Getränke
Die Bundesregierung hat sich auf eine Zuckersteuer für Getränke geeinigt. Ab Juli 2027 werden Limonade, Energydrinks und andere süße Getränke teurer.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Koalition einigt sich auf Zuckersteuer für Getränke.
Host: Das Kabinett hat am 14. Oktober 2026 endlich einen Kompromiss zur Zuckersteuer beschlossen, nachdem monatelang innerhalb der Koalition gestritten wurde.
Guest: Ja, genau. Finanzminister Lars Klingbeil von der SPD hatte den Entwurf vorgelegt, aber Teile der Union haben sich dagegen gestellt.
Host: Sogar das Kanzleramt soll den Vorschlag zunächst gebremst haben, oder?
Guest: Richtig. Neun unionsgeführte Landesministerien für Landwirtschaft und Verbraucherschutz haben in einem Brief an Kanzler Friedrich Merz ihre Bedenken geäußert.
Host: Jetzt müssen aber noch die Fraktionen von Union und SPD im Bundestag zustimmen, bevor das Gesetz wirklich kommt.
Guest: Genau, und wenn alles klappt, soll die neue Abgabe am 1. Juli 2027 in Kraft treten.
Host: Für welche Getränke gilt die Steuer eigentlich?
Guest: Für alle Getränke mit mindestens fünf Gramm Zucker pro hundert Milliliter – also Limonaden, Eistees, Energydrinks und gezuckerte Fruchtgetränke.
Host: Gibt es denn auch Ausnahmen?
Guest: Ja, alkoholische Getränke, alkoholfreies Bier und Wein, reine Säfte, ungesüßte Schorlen sowie Getränke, die mit Süßstoffen statt Zucker gesüßt werden, sind ausgenommen.
Host: Und wie genau wird die Steuer berechnet?
Guest: Es handelt sich um ein zweistufiges Modell: Je höher der Zuckeranteil ist, desto stärker greift die Steuer.
Host: Was ist mit kleinen Herstellern? Die können sich eine solche Abgabe doch kaum leisten.
Guest: Deshalb sollen Hersteller mit einer Jahresproduktion bis zu einer Million Liter befreit werden, allerdings nur, sofern die EU-Kommission zustimmt. Andernfalls gilt eine niedrigere Grenze von 70.000 Litern.
Host: Was bedeutet das konkret für die Verbraucher, zum Beispiel beim Preis für Cola?
Guest: Laut Finanzministerium würde ein Liter Cola um etwa 38 Cent teurer – 32 Cent durch die neue Abgabe und sechs Cent durch zusätzliche Mehrwertsteuer.
Host: Und wie viel Geld soll der Staat dadurch einnehmen?
Guest: Für 2027 werden Mehreinnahmen von rund 690 Millionen Euro erwartet, 2028 sollen es sogar etwa 925 Millionen Euro sein.
Host: Wofür wird dieses Geld verwendet?
Guest: Es soll dabei helfen, die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung stabil zu halten. Die Einführung einer solchen Steuer war übrigens schon im Juli vom Bundestag per Gesetz vorgesehen worden.
Host: Geht es der Regierung nur ums Geld, oder steckt noch etwas anderes dahinter?
Guest: Es geht auch darum, Hersteller dazu zu bewegen, den Zuckergehalt ihrer Produkte zu reduzieren.
Host: Wie viel Zucker sollte man laut Experten überhaupt am Tag konsumieren?
Guest: Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass der tägliche Konsum freien Zuckers unter fünfzig Gramm liegen sollte, idealerweise sogar unter fünfundzwanzig Gramm.
Host: Und wie sieht die Realität in Deutschland aus?
Guest: Laut Max-Rubner-Institut liegt der tatsächliche Verbrauch deutlich darüber: Frauen nehmen im Schnitt 61 Gramm Zucker pro Tag zu sich, Männer sogar 78 Gramm.
Host: Das ist ja fast doppelt so viel wie empfohlen. Welche gesundheitlichen Folgen kann das haben?
Guest: Übermäßiger Zuckerkonsum gilt als Risikofaktor für Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, obwohl sich viele Menschen darüber gar nicht bewusst sind.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!