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B2
Kunstausstellungen in Italien
In drei italienischen Städten gibt es interessante Ausstellungen: eine Banksy-Ausstellung in Bologna, eine Ausstellung über Frauen und das Wahlrecht in Siena, und eine Ausstellung über den Filmregisseur Bernardo Bertolucci in Parma.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Kunstwochenende in Italien – Von Banksy bis Jenny Saville.
Host: In Bologna ist gerade eine bemerkenswerte Banksy-Ausstellung eröffnet worden – mit über dreihundert Werken und Archivmaterialien.
Guest: Genau, im Palazzo Fava. Die Schau trägt den Titel "Banksy Archive 01 - The School of Bristol" und deckt den Zeitraum von 1983 bis 2005 ab, also die entscheidende Entstehungsphase seines künstlerischen Ausdrucks.
Host: Was mich besonders interessiert, ist dass diese Ausstellung zum ersten Mal systematisch den kulturellen und politischen Kontext beleuchtet, in dem Banksy groß geworden ist. Das klingt nach echter wissenschaftlicher Arbeit.
Guest: Absolut. Neben den Kunstwerken selbst werden auch unveröffentlichte Dokumente und unabhängige akademische Forschungen präsentiert. Die Ausstellung läuft bis zum 2. August und wird von der Fondazione Carisbo im Rahmen des Projekts Genus Bononiae gefördert.
Host: Ebenfalls sehr interessant ist die Ausstellung in Siena. Sie erinnert an den 80. Jahrestag des ersten Frauenwahlrechts in Italien.
Guest: Richtig. In Palazzo Sansedoni werden acht Werke von Antonella Cinelli gezeigt, die sich auf Archivfotos stützen. Die Schau heißt "La libertà di scegliere" und erinnert daran, dass am 24. März 1946 in Siena und anderen Gemeinden die ersten Verwaltungswahlen nach dem Ende des Faschismus stattfanden – und dass Frauen damals erstmals abstimmen und auch gewählt werden durften.
Host: Das ist historisch bedeutsam. Wurden in der Ausstellung konkrete Frauen porträtiert?
Guest: Ja, die dargestellten Figuren sind reale Persönlichkeiten aus dieser Zeit, darunter Ilia Bocci, Giorgina Scalacci und Norma Soldi. Es geht darum, diese Frauen sichtbar zu machen, die so lange im Schatten der Geschichte geblieben sind.
Host: In Parma hingegen dreht sich alles um Bernardo Bertolucci und seinen Film "Novecento", der in diesem Jahr fünfzig wird.
Guest: Die Ausstellung im Palazzo del Governatore ist in vier große Abschnitte gegliedert und zeigt unveröffentlichte Materialien, zeitgenössische Zeugnisse und Gemälde, die die Entstehungsgeschichte des Films sowie sein künstlerisches Erbe dokumentieren.
Host: Wer hat diese Ausstellung kuratiert?
Guest: Sie wurde von Gabriele Pedullà und dem Verlag Electa kuratiert, während die Förderung vom Comune di Parma und der Fondazione Bernardo Bertolucci übernommen wurde. Die Schau läuft bis Ende Juli.
Host: In Mailand gibt es gleich zwei interessante Projekte. Das eine beschäftigt sich mit paralympischen Sportlern.
Guest: Genau, die Ausstellung "Shapes / Forme" im Palazzo Lombardia zeigt 44 Fotografien von Jacopo Di Cera, die alle paralympischen Disziplinen abdecken. Das Besondere daran ist, dass der Eintritt kostenlos ist, damit möglichst viele Menschen Zugang dazu haben.
Host: Und dann gibt es noch die Installation von Giovanni Motta in den Bagni Misteriosi.
Guest: "Hydronü - Time is over. Drink eternity" dreht sich um JonnyBoy, eine Figur, die Motta vor über zwanzig Jahren geschaffen hat. Es handelt sich um ein Gesamterlebnis, das Installation, Performance und gemeinsames Ritual miteinander verbindet – obwohl es schwer zu beschreiben ist, ohne es selbst erlebt zu haben.
Host: Zum Abschluss: In Venedig ist eine große Retrospektive von Jenny Saville zu sehen.
Guest: Ja, in Ca' Pesaro – der Galleria d'Arte Moderna – werden dreißig Gemälde der britischen Künstlerin ausgestellt. Die Retrospektive, die von Elisabetta Barisoni kuratiert wird, umfasst ihre gesamte Karriere von den Anfängen in den neunziger Jahren bis heute und läuft bis zum 22. November.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!