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Liebmann gewinnt EM-Gold über 800 Meter Freistil mit neuem Europarekord
Der deutsche Schwimmer Johannes Liebmann gewinnt bei der Europameisterschaft in Paris Gold über 800 Meter Freistil und stellt einen neuen Europarekord auf.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Liebmann gewinnt EM-Gold über 800 Meter Freistil mit neuem Europarekord.
Host: Johannes Liebmann hat also nicht nur Gold geholt, sondern gleich auch noch seinen eigenen Europarekord unterboten – das ist schon bemerkenswert.
Guest: Absolut, und was mich dabei besonders beeindruckt, ist die Tatsache, dass er diesen Rekord ja erst im April desselben Jahres aufgestellt hatte. Er hat sich also innerhalb weniger Monate selbst noch einmal übertroffen.
Host: Genau, 7:37,94 Minuten im April, und jetzt in Paris 7:37,59 – das sind 0,35 Sekunden weniger. Klingt nach wenig, ist aber auf diesem Niveau enorm.
Guest: Insofern zeigt das auch, wie konstant seine Formkurve nach oben zeigt. Mit 19 Jahren einen Europarekord zu halten und ihn dann noch zu verbessern, das ist keine Selbstverständlichkeit.
Host: Wie schätzt du denn seinen Vorsprung auf den Zweitplatzierten ein? Immerhin lag der bei 3,57 Sekunden.
Guest: Das ist über 800 Meter Freistil ein wirklich deutlicher Abstand. Während viele Finals auf dieser Strecke sehr eng ausgehen, hat Liebmann hier praktisch von Anfang an eine klare Kontrolle über das Rennen gehabt.
Host: Und dieser Zweitplatzierte war ja ausgerechnet sein eigener Teamkollege, Sven Schwarz.
Guest: Ja, was die Sache noch interessanter macht. Für Schwarz war es allerdings die erste Medaille bei einer Europameisterschaft auf der Langbahn überhaupt, obwohl er ja bereits Vizeweltmeister über 800 und 1.500 Meter Freistil war.
Host: Das überrascht mich ehrlich gesagt ein bisschen. Man würde erwarten, dass ein Vizeweltmeister auch bei Europameisterschaften längst auf dem Podest gestanden hat.
Guest: Eben, und genau das zeigt, wie stark die Konkurrenz innerhalb des europäischen, aber vor allem des deutschen Langstreckenschwimmens mittlerweile ist. Schwarz stammt ja aus Hannover und gilt seit Jahren als Langstreckenexperte.
Host: Bleibt die Bronzemedaille, die ging an den Ungarn Zalan Sarkany.
Guest: Richtig, womit das Podium also von zwei Deutschen und einem Ungarn gebildet wurde – für den deutschen Schwimmverband sicherlich ein sehr erfreuliches Ergebnis.
Host: Schauen wir noch mal auf den Rennverlauf. Liebmann war ja offenbar schon im Vorlauf am Dienstag die schnellste Zeit gelungen.
Guest: Genau, und dabei ließ er sowohl Schwarz als auch den Freiwasser-Europameister Oliver Klemet hinter sich. Er ist also bereits als klarer Favorit ins Finale gegangen.
Host: Und diese Favoritenrolle hat er dann im Finale auch bestätigt, anstatt darunter einzubrechen, was ja durchaus vorkommen kann.
Guest: Das stimmt, psychologisch ist das keine leichte Aufgabe. Nach dem Rennen erklärte er selbst, er sei die Strecke bewusst zügig angegangen, um keine Risiken einzugehen.
Host: Das heißt, er hat von Beginn an ein hohes Tempo vorgelegt, anstatt sich das Rennen taktisch einzuteilen.
Guest: Genau, und diese Strategie ging offenkundig auf, wie der Ausgang zeigt. Wer früh ein hohes Tempo geht, riskiert zwar, gegen Ende einzubrechen, allerdings hat sich das bei ihm offenbar nicht bewahrheitet.
Host: Für ihn persönlich ist dieser Titel ja auch etwas Besonderes, weil es seine erste Langbahn-Europameisterschaft überhaupt war.
Guest: Ja, und insofern ist es folgerichtig, dass dieser Erfolg als der bislang größte seiner noch jungen Karriere gilt.
Host: Vorher war er ja auch bei den Freiwasser-Wettbewerben am Start, dort lief es allerdings nicht ganz so rund.
Guest: Richtig, im Knockout-Sprint hatte er das Podest damals nur knapp verpasst. Während er sich also im offenen Wasser noch steigern muss, zeigte er sich über die 800 Meter im Becken nun in absoluter Bestform.
Host: Das untermauert dann auch seinen Ruf als einer der vielversprechendsten deutschen Langstreckenschwimmer der Gegenwart.
Guest: Genau, und wenn man bedenkt, dass er seinen eigenen Rekord innerhalb weniger Monate zweimal verbessert hat, stellt sich schon die Frage, wie viel Luft in dieser Disziplin für ihn noch nach oben ist.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!