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Liebmann holt zweites EM-Gold mit Weltrekord über 1.500 Meter Freistil
Johannes Liebmann gewinnt bei der EM in Paris Gold über 1.500 Meter Freistil und stellt einen neuen Weltrekord auf. Es ist sein zweiter EM-Titel in drei Tagen.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Liebmann holt zweites EM-Gold mit Weltrekord über 1.500 Meter Freistil.
Host: Vierzehn Minuten, 26,79 Sekunden – eine beeindruckende Zeit über 1.500 Meter Freistil. Wie einzuordnen ist dieser Weltrekord von Johannes Liebmann?
Guest: Durchaus außergewöhnlich, zumal er den Rekord von Bobby Finke, den dieser vor zwei Jahren bei den Olympischen Spielen aufgestellt hatte, um fast vier Sekunden unterboten hat.
Host: Und das Besondere: Liebmann ist gerade erst 19 und stand zum ersten Mal bei einer Erwachsenen-EM auf der Langbahn im Wasser.
Guest: Insofern wiegt der Erfolg umso schwerer. Hinzu kommt, dass es bereits sein zweiter EM-Titel innerhalb von drei Tagen war, nachdem er sich zuvor über 800 Meter Freistil durchgesetzt hatte.
Host: Wie ist das Finale taktisch verlaufen?
Guest: Er ging von Beginn an sehr schnell an und setzte sich früh gemeinsam mit dem Ungarn Zalan Sarkany an die Spitze. Allerdings konnte Sarkany das hohe Tempo nicht lange mithalten.
Host: Das heißt, Liebmann konnte sich früh absetzen?
Guest: Genau, er musste Sarkany ziehen lassen und distanzierte die Konkurrenz am Ende mit großem Vorsprung. Sarkany sicherte sich zwar noch Silber, allerdings mit deutlichem Abstand.
Host: Und die Bronzemedaille ging an einen Teamkollegen von Liebmann?
Guest: Richtig, Oliver Klemet, der nicht nur Teamkollege, sondern auch Trainingspartner von Liebmann ist. Er umarmte ihn direkt im Becken.
Host: Für Klemet war das offenbar schon die dritte Medaille bei dieser EM?
Guest: Ja, sein Weg dorthin war wechselhaft. Im Freiwasser hatte er zuvor Bronze über zehn Kilometer sowie Gold mit der Mixed-Staffel gewonnen, während ihm im Becken über 800 Meter zunächst die Qualifikation nicht gelungen war.
Host: Also ein Schwimmer, der sowohl im Freiwasser als auch im Becken zuhause ist.
Guest: Genau, deshalb ist seine Bronzemedaille über 1.500 Meter umso bemerkenswerter, weil er sich nach dem Rückschlag über 800 Meter noch einmal steigern konnte.
Host: Wie ist es für den deutschen Brustschwimmer Melvin Imoudu über 50 Meter gelaufen?
Guest: Weniger erfolgreich. Er belegte nur Platz sechs, mit 26,87 Sekunden.
Host: Wer hat denn gewonnen?
Guest: Der Italiener Nicolò Martinenghi, in 26,57 Sekunden. Interessant dabei: Genau diese Zeit entspricht dem deutschen Rekord, den Imoudu selbst über diese Distanz hält.
Host: Der Sieger erreicht also exakt die Zeit, mit der der Deutsche seinen eigenen Rekord hält, und landet trotzdem nur auf Platz sechs.
Guest: Absolut, das zeigt, wie leistungsdicht dieses Feld ist. Ein Rekord, der an einem Tag Gold bedeuten könnte, reicht an einem anderen nur für die Top sechs.
Host: Blicken wir voraus auf den letzten Tag der EM. Da geht es ja erneut um Liebmann.
Guest: Ja, er tritt zusammen mit Lukas Märtens über 400 Meter Freistil an, ebenso wie Klemet und Sven Schwarz.
Host: Märtens gilt da wohl als großer Favorit?
Guest: Auf seiner Paradestrecke gilt er als Favorit. Ein Sieg hätte besondere Bedeutung, da er dadurch gleichzeitig amtierender Europa-, Welt- und Olympiasieger sowie Weltrekordhalter wäre.
Host: Das wäre eine außergewöhnliche Ämterhäufung in einer einzigen Person.
Guest: Genau, eine Kombination, die nur wenigen Athleten gelingt. Insofern steht er unter Erwartungsdruck, auch wenn er die Favoritenrolle gewohnt ist.
Host: Und bei den Frauen, wer ist noch zu erwähnen?
Guest: Isabel Gose startet ebenfalls, sie hat bei dieser EM im Becken bereits zwei Silbermedaillen gewonnen.
Host: Welche Momente dieser EM werden wohl am meisten in Erinnerung bleiben?
Guest: Zweifellos der Weltrekord von Liebmann und folglich sein zweiter Titel binnen drei Tagen. Aber auch Klemets Geschichte, der sich nach einer verpassten Qualifikation noch zu einer dritten Medaille kämpfte, verdient Beachtung.
Host: Während Imoudus Fall eher zeigt, wie knapp der Unterschied zwischen großem Erfolg und enttäuschendem Ergebnis sein kann.
Guest: Genau, dieselbe Zeit, einmal Gold wert, einmal nur Platz sechs – das fasst die Unberechenbarkeit des Schwimmsports an einem einzigen Tag ziemlich gut zusammen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!