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Lionel Messi beendet seine Länderspielkarriere für Argentinien
Lionel Messi hat sein letztes Spiel für Argentinien gespielt. Nach 21 Jahren im Nationaltrikot beendet er seine Karriere in der Nationalmannschaft, spielt aber weiter für Inter Miami.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Lionel Messi beendet seine Länderspielkarriere für Argentinien.
Host: Messi hat also tatsächlich sein allerletztes Länderspiel bestritten – ausgerechnet gegen Benin, mitten in der Nacht um ein Uhr. Was für ein Rahmen für den Abschied eines solchen Spielers.
Guest: Ja, insofern war es fast schon symbolisch unspektakulär, dass ein derart großer Abschied in einem Freundschaftsspiel gegen eine Mannschaft wie Benin stattfand. Allerdings zeigt gerade das, dass es Messi offenbar nicht um die große Bühne ging, sondern darum, seine Karriere im Nationaltrikot würdevoll zu beenden.
Host: 208 Einsätze in 21 Jahren – das ist eine beeindruckende Zahl. Wie schätzt du diese Konstanz ein?
Guest: Das ist tatsächlich außergewöhnlich, zumal seine internationale Laufbahn 2005 denkbar unglücklich begann, nämlich mit einem Platzverweis gegen Ungarn. Dass er daraus über Jahre hinweg eine derartige Erfolgsgeschichte entwickeln konnte, spricht für seine außergewöhnliche Beharrlichkeit.
Host: Er hatte seinen Rücktritt ja schon Ende August angekündigt, kurz nach der verlorenen Vize-Weltmeisterschaft gegen Spanien. War das ein überraschender Zeitpunkt?
Guest: Nicht wirklich, würde ich sagen. Nach einer Finalniederlage zieht sich häufig eine gewisse Erschöpfung durch die Karriereplanung vieler Spieler, und folglich wirkt dieser Moment als Anlass durchaus nachvollziehbar, auch wenn der Brief an seine Landsleute von einer sehr schmerzhaften Entscheidung sprach.
Host: Besonders bewegend finde ich, dass sein Vater Jorge kurz vor diesem Abschiedsspiel gestorben ist, während seine Frau Antonela und die drei Söhne im Stadion saßen.
Guest: Genau, das verleiht dem Abend eine zusätzliche emotionale Schwere. Man könnte sagen, dass sich dort private Trauer und öffentlicher Abschied auf eine Weise überlagerten, die man selten in diesem Ausmaß erlebt.
Host: Pep Guardiola bezeichnete ihn als den größten Fußballer aller Zeiten und nannte den Rücktritt herzzerreißend. Teilst du diese Einschätzung?
Guest: Nun, 'größter aller Zeiten' ist zwar immer eine subjektive Zuschreibung, allerdings lässt sich angesichts seiner Titel, seiner Konstanz und seines Einflusses auf das Spiel kaum bestreiten, dass er zu den prägendsten Figuren der Fußballgeschichte zählt.
Host: Scaloni sprach von einem unvergesslichen Tag, und Emiliano Martínez wollte seinen Mitspieler beim Abschied lächeln sehen. Was sagt das über das Verhältnis innerhalb der Mannschaft aus?
Guest: Es deutet darauf hin, dass der Rücktritt weniger als reiner Verlust, sondern vielmehr als gemeinsam getragener Moment wahrgenommen wurde. Interessant ist dabei, dass Martínez den Fokus bewusst auf Messis Emotionen und nicht auf die eigene Enttäuschung über dessen Abgang legte.
Host: Die goldene Rückennummer 10 beim letzten Spiel war sicher auch eine bewusste Geste.
Guest: Absolut, das war offensichtlich eine symbolische Würdigung seiner Rolle, die über das rein Sportliche hinausging.
Host: Wenn man auf seine gesamte Laufbahn blickt – vom Platzverweis 2005 bis zum WM-Titel 2022 und zwei Copa-América-Siegen – wie würdest du diese Entwicklung beschreiben?
Guest: Ich würde sie als eine Geschichte des Scheiterns und der Überwindung beschreiben. Zwar gab es etliche Enttäuschungen bei früheren Turnieren, doch gerade diese Rückschläge scheinen seinen späteren Erfolgen eine besondere Bedeutung verliehen zu haben.
Host: Auf Vereinsebene war er 21 Jahre beim FC Barcelona, bevor er 2021 zu Paris Saint-Germain wechselte und seit 2023 für Inter Miami spielt. Wie bewertest du diesen Übergang in die USA?
Guest: Das zeigt, dass er seine Karriere bewusst in eine neue Phase lenkt, ohne sie völlig zu beenden. Sein Vertrag bei Inter Miami läuft bis 2028, und insofern wird er dem Fußball als Spieler erhalten bleiben, selbst wenn die Nationalmannschaft nun ohne ihn auskommen muss.
Host: Scaloni meinte, die Mannschaft werde gemeinsam versuchen, die Lücke zu schließen, die Messi hinterlässt. Hältst du das für realistisch?
Guest: Das ist eine diplomatische Formulierung, die zugleich die Schwierigkeit andeutet, einen Spieler seines Formats zu ersetzen. Wahrscheinlicher ist, dass sich die Mannschaft künftig weniger auf eine einzelne Figur verlässt und stattdessen kollektiver auftritt.
Host: Und Messi selbst sagte, er wolle künftig als Fan die Auswahl unterstützen.
Guest: Das passt zu seiner bisherigen Haltung, würde ich sagen, da er seine Verbindung zur Nationalmannschaft offenbar nicht als Spieler, sondern als emotionale Zugehörigkeit versteht, die über seine aktive Karriere hinausreicht.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!