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B2
Maduro vor Gericht in den USA
Ein Richter in New York hat entschieden, dass das Verfahren gegen den früheren venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro weitergeht. US-Spezialkräfte haben Maduro am 3. Januar in Caracas festgenommen. Man wirft ihm Drogenhandel und Narkoterrorismus vor.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Richter lehnt Einstellung des Verfahrens gegen Maduro ab.
Host: Das Gericht hat den Antrag auf Einstellung des Verfahrens gegen Nicolás Maduro abgelehnt. Was steckt genau hinter diesem Antrag?
Guest: Maduros Anwälte haben argumentiert, dass ihm der Zugriff auf venezolanische Staatsgelder verwehrt wird, mit denen er seine Verteidigung bezahlen könnte. Sie sagen, das verletzt sein verfassungsmäßiges Recht, einen Anwalt seiner Wahl zu beauftragen.
Host: Und wie hat der zuständige Richter – Hellerstein heißt er, glaube ich – auf dieses Argument reagiert?
Guest: Er hat die Begründung der Staatsanwaltschaft tatsächlich in Frage gestellt. Die Staatsanwaltschaft hatte die Blockade der Gelder mit nationaler Sicherheit begründet, aber Richter Hellerstein zweifelte daran. Er sagte, Maduro und Flores stellten keine weitere Bedrohung für die nationale Sicherheit dar.
Host: Das ist bemerkenswert. Der Richter stellt sich also gegen die Position der Anklagebehörde?
Guest: Zumindest in diesem Punkt, ja. Er betonte ausdrücklich, dass das Recht auf verfassungsmäßigen Beistand über anderen Rechten steht. Das ist eine klare Aussage zugunsten der Verteidigung.
Host: Wann und wie wurde Maduro eigentlich festgenommen? Das ist ja auch keine gewöhnliche Verhaftung.
Guest: US-Spezialkräfte haben ihn am 3. Januar zusammen mit Flores in ihrer Residenz in Caracas gefangen genommen. Maduro ist 63 Jahre alt, Flores 69. Danach wurden beide nach New York geflogen.
Host: Was wird ihnen konkret vorgeworfen?
Guest: Unter anderem Verschwörung zum Narkoterrorismus und Drogenhandel. Beides sind äußerst schwere Anschuldigungen. Beide haben auf nicht schuldig plädiert.
Host: Maduros Anwalt ist ja eine bekannte Persönlichkeit in solchen hochkarätigen Fällen, oder?
Guest: Genau. Barry Pollack hat auch WikiLeaks-Gründer Julian Assange vertreten. Aber er hat angekündigt, dass er sich möglicherweise aus dem Fall zurückzieht, sollte er nicht bezahlt werden.
Host: Das würde die Verteidigung natürlich erheblich schwächen, gerade in so einem komplexen Verfahren.
Guest: Absolut. Ohne Zugang zu den Staatsgeldern und ohne erfahrenen Anwalt wäre Maduro in einer sehr schwierigen Lage, obwohl das Gericht seinen Antrag auf Einstellung abgelehnt hat.
Host: Maduro selbst erhebt ja auch politische Vorwürfe gegen die USA. Was sagt er?
Guest: Er wirft den USA vor, die strafrechtlichen Anschuldigungen als Vorwand zu nutzen, um die Kontrolle über Venezuelas Ölreserven zu erlangen. Das ist natürlich eine politisch stark aufgeladene Aussage.
Host: Und was ist in Venezuela selbst passiert, nachdem Maduro festgenommen wurde?
Guest: Seine ehemalige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez wurde zur Interimspräsidentin ernannt. Das Land musste also sehr schnell eine neue Führung organisieren, während Maduro in US-Gewahrsam war.
Host: Hat sich die Festnahme auf die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern ausgewirkt?
Guest: Bemerkenswerterweise ja – und zwar positiv. Seitdem haben sich die Beziehungen zwischen Washington und Caracas verbessert, was viele Beobachter überrascht hat.
Host: Und Trump hat noch weitere Maßnahmen angekündigt?
Guest: Richtig. Er kündigte am Donnerstag weitere Anklagen gegen Maduro an, ohne allerdings Details zu nennen. Was genau dahintersteckt, bleibt also vorerst unklar.
Host: Das Verfahren bleibt also weiterhin spannend – sowohl rechtlich als auch politisch.
Guest: Definitiv. Die zentrale Frage, ob Maduro Zugang zu venezolanischen Staatsgeldern für seine Verteidigung erhält, wird noch entscheidend sein für den weiteren Verlauf des gesamten Prozesses.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!