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Medwedew nach Ballwurf ins Publikum disqualifiziert
Daniil Medwedew wurde im Halbfinale gegen Novak Djokovic disqualifiziert, weil er aus Frust einen Ball ins Publikum geschlagen hat. Ein Fan wurde am Kopf getroffen. Djokovic zieht dadurch automatisch ins Finale ein.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Eklat in Peking: Medwedews Disqualifikation und Djokovics Rekordlauf.
Host: Was ist am Sonntag bei den China Open in Peking im Halbfinale zwischen Djokovic und Medwedew eigentlich passiert?
Guest: Medwedew hat aus Frust über einen verlorenen Punkt einen Ball mit voller Wucht in Richtung der Zuschauerränge geschlagen und dabei einen Fan am Kopf getroffen, offenbar sogar im Augenbereich.
Host: Wie ist der Betroffene mit dem Treffer umgegangen?
Guest: Er zeigte starke Schmerzen und musste von Ordnern von seinem Platz weggeführt werden, was zeigt, dass es keine harmlose Berührung war.
Host: In welcher Spielsituation befand man sich zu diesem Zeitpunkt?
Guest: Djokovic führte bereits mit 7:5 und 5:3 in Sätzen, insofern lief die Partie für Medwedew ohnehin schon schlecht, als der Zwischenfall die Sache endgültig entschied.
Host: Welche Konsequenz hatte das für das weitere Spiel?
Guest: Der Oberschiedsrichter brach die Partie unmittelbar ab und disqualifizierte Medwedew, wodurch Djokovic automatisch ins Finale einzog.
Host: Wie hat sich Medwedew danach zu dem Vorfall geäußert?
Guest: Laut der französischen Zeitung „L'Équipe" zeigte er sich reumütig, erklärte, es tue ihm für den Zuschauer sehr leid, und wolle versuchen, Kontakt zu ihm aufzunehmen, sofern dieser das wünsche. Zugleich betonte er, der Schlag sei keine Absicht gewesen, sondern ein reiner Unfall.
Host: Wie hat Djokovic selbst reagiert, schließlich hat er ja direkt davon profitiert?
Guest: Er zeigte sich gegenüber beiden Seiten mitfühlend: Einerseits hoffte er, dass der Fan keine ernsthaften Verletzungen erlitten habe, andererseits könne er Medwedews Lage nachempfinden, da er selbst 2020 bei den US Open wegen eines ähnlichen Vorfalls disqualifiziert worden war.
Host: Was bedeutet der Finaleinzug sportlich für Djokovic?
Guest: Er hat damit sämtliche 33 Partien gewonnen, die er je in Peking bestritten hat. Schon im Viertelfinale, mit dem Sieg über Zverev, 4:6, 6:4, 6:4, gelangen ihm 32 Siege in Folge von Beginn an bei ein und demselben Turnier, eine Bestmarke, die zuvor niemand erreicht hatte.
Host: Das heißt, er hat damit einen bestehenden Rekord übertroffen?
Guest: Ja, er zog an seinem langjährigen Rivalen Rafael Nadal vorbei, der zwischen 2005 und 2009 seine ersten 31 Matches bei den French Open gewonnen hatte.
Host: Wer wird nun sein Gegner im Finale sein, und worum geht es dabei für ihn?
Guest: Am Dienstag, dem 6. Oktober 2026, trifft er auf den Australier Alex de Minaur. Für Djokovic geht es um seinen siebten Titel in Peking sowie um seinen insgesamt 102. Turniersieg auf der ATP-Tour.
Host: Wie schätzt du seine aktuelle Form ein, gerade im Vergleich zu seinem letzten großen Turnier?
Guest: Nach einem eher schwächeren Auftritt bei den US Open in New York zeigt sich Djokovic in Peking inzwischen wieder in ausgezeichneter körperlicher Verfassung.
Host: Findest du es eigentlich fair, dass Djokovic durch die Disqualifikation praktisch kampflos ins Finale eingezogen ist, obwohl das Match noch nicht entschieden war?
Guest: Das ist eine heikle Frage. Zwar war Djokovic klar im Vorteil, allerdings lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, wie die Partie ohne den Zwischenfall ausgegangen wäre, sodass man den Finaleinzug wohl eher als Regelkonsequenz denn als sportlichen Verdienst betrachten sollte.
Host: Und wie bewertest du Medwedews Verhalten, gerade weil er betont, es sei kein Vorsatz gewesen?
Guest: Selbst wenn man ihm glaubt, dass keine Absicht dahintersteckte, bleibt die Tatsache bestehen, dass ein derart kraftvoller Schlag in Richtung der Zuschauer grundsätzlich vermeidbar gewesen wäre, und genau deshalb erscheint mir die Disqualifikation nachvollziehbar.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!