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Mehlschwalbe ist Vogel des Jahres 2027
NABU und LBV haben die Mehlschwalbe zum Vogel des Jahres 2027 gewählt. Der kleine Vogel ist gefährdet, weil Nistplätze und Insekten fehlen.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Mehlschwalbe ist Vogel des Jahres 2027.
Host: NABU und LBV haben die Mehlschwalbe zum Vogel des Jahres 2027 gewählt.
Guest: Ja, und noch nie haben sich so viele Menschen an der Online-Abstimmung beteiligt.
Host: Vorher war doch das Rebhuhn der Jahresvogel 2026, oder?
Guest: Genau, jetzt folgt die Mehlschwalbe darauf.
Host: Wie erkennt man sie?
Guest: Sie ist etwa 14 Zentimeter klein, hat ein schwarz-blau glänzendes Gefieder am Kopf und Rücken und eine mehlweiße Unterseite. Daher kommt auch ihr Name.
Host: Und wie leben die Vögel?
Guest: Sie jagen Insekten im Flug, leben in Kolonien und bilden außerhalb der Brutzeit große Schwärme.
Host: Wo verbringen sie den Winter?
Guest: Im Afrika südlich der Sahara. Anfang April kommen sie zurück nach Deutschland, um zu brüten.
Host: Wie bauen sie ihre Nester?
Guest: Sie sammeln Lehm aus Pfützen und mischen ihn mit Speichel. Ein Nest kann bis zu 1.500 Lehmkügelchen haben.
Host: Die Art ist aber gefährdet, oder?
Guest: Ja, laut NABU-Experte Martin Rümmler sinkt die Zahl der Brutpaare. Es gibt noch bis zu 770.000 Paare in Deutschland.
Host: Was sind die Gründe?
Guest: Nester werden illegal zerstört, sanierte Fassaden sind zu glatt zum Nestbau, Hofzufahrten sind asphaltiert ohne Lehmpfützen, und es gibt weniger Fluginsekten als Nahrung.
Host: Spielt der Klimawandel auch eine Rolle?
Guest: Ja, weil sich Nester unter Dachkanten bei Hitze stark aufheizen. Das ist für flugunfähige Jungvögel lebensgefährlich.
Host: Gibt es dafür ein Beispiel?
Guest: Martin Klatt vom NABU Baden-Württemberg sagt, dass diesen Sommer wegen der Hitze viele junge Schwalben und Mauersegler aus dem Nest sprangen. Pflegestationen waren deshalb überlastet und mussten Tiere abweisen.
Host: Darf man ein Nest einfach abschlagen?
Guest: Nein, das ist verboten. Bei Sanierungen braucht man eine Ausnahmegenehmigung und muss meist Kunstnester anbringen.
Host: Wie kann man den Vögeln sonst helfen?
Guest: Mit Kot-Brettern, angelegten Lehmpfützen als Baumaterial und einem naturnahen Garten, der mehr Insekten anzieht.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!