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Nordkorea feuert erneut ballistische Raketen ab
Nordkorea hat erneut mehrere ballistische Raketen getestet. Die Raketen flogen etwa 900 Kilometer zum Japanischen Meer. Südkorea und Japan haben den Test gemeldet. Es gab auch frühere Tests und eine angespannte Lage in Korea.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Nordkorea feuert erneut ballistische Raketen ab.
Host: Nordkorea hat laut südkoreanischen und japanischen Stellen erneut mehrere ballistische Raketen abgefeuert, und zwar aus der Region um die Hauptstadt Pjöngjang.
Guest: Ja, die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet unter Berufung auf den Generalstab, dass die Flugkörper rund 900 Kilometer weit geflogen sind, bevor sie ins Japanische Meer stürzten.
Host: Interessant ist, dass dieses Meer in Südkorea als Ostmeer bezeichnet wird, obwohl es international meist Japanisches Meer genannt wird.
Guest: Genau. Der japanische Sender NHK meldet zudem, dass die Raketen außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans eingeschlagen sind, sodass dort kein direkter Schaden entstanden ist.
Host: Weiß man eigentlich, welche Raketentypen diesmal eingesetzt wurden?
Guest: Nein, das ist bislang nicht geklärt. Auch eine offizielle Stellungnahme aus Pjöngjang fehlt noch, weshalb der genaue Zweck des Tests unklar bleibt.
Host: Das passt zu einem Muster, das sich in den letzten Wochen beobachten lässt.
Guest: Stimmt. Schon am 3. Oktober wurde eine Rakete nahe der Hafenstadt Wonsan abgeschossen, und am 20. September landete mindestens ein weiterer Flugkörper im Meer.
Host: Dabei verstoßen solche Tests gegen mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, die Nordkorea den Einsatz ballistischer Raketen grundsätzlich verbieten.
Guest: Trotzdem setzt das Land die Versuche fort, ohne sich um die internationalen Vorgaben zu scheren.
Host: Wie würdest du die allgemeine Lage auf der koreanischen Halbinsel momentan beschreiben?
Guest: Sie ist angespannt. Erst am vergangenen Donnerstag hat Südkorea selbst einen eigenen Hyperschallgleiter erprobt.
Host: Was genau ermöglicht so ein Waffensystem?
Guest: Laut der Regierung in Seoul erlaubt es präzise Angriffe, die für den Gegner kaum vorhersehbar sind, da sich solche Flugkörper besonders schnell und wendig bewegen.
Host: Es gab aber noch einen weiteren Vorfall, der die Beziehungen zwischen beiden Ländern belastet hat, oder?
Guest: Ja, an der stark gesicherten innerkoreanischen Grenze wurden durch eine Explosion drei südkoreanische Soldaten verletzt.
Host: Wer wird dafür verantwortlich gemacht?
Guest: Die südkoreanischen Streitkräfte gehen davon aus, dass eine von Nordkorea verlegte Landmine die Detonation ausgelöst hat, während Nordkorea jede Verantwortung für den Vorfall zurückweist.
Host: Damit bestreitet Pjöngjang also offiziell, etwas mit der Explosion zu tun zu haben.
Guest: Genau, und das sorgt natürlich für zusätzliches Misstrauen zwischen den beiden Staaten.
Host: Wenn man das alles zusammennimmt, wie hat sich die militärische Lage in den letzten Monaten insgesamt entwickelt?
Guest: Sie hat sich klar verschärft. Die Konfrontation zwischen Nordkorea und Südkorea nimmt zu, und derzeit ist keine Deeskalation in Sicht.
Host: Das heißt, es gibt aktuell keine Anzeichen dafür, dass sich die Spannungen in nächster Zeit abbauen könnten.
Guest: Nein, im Gegenteil – sowohl die wiederholten Raketentests als auch der Grenzvorfall deuten darauf hin, dass die Lage angespannt bleibt, solange keine der beiden Seiten einlenkt.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!