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B2
Pakistan und Türkei schicken Truppen zur Unterstützung Saudi-Arabiens
Pakistan und die Türkei schicken Soldaten nach Saudi-Arabien. Grund sind Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen, die vom Iran unterstützt wird. Die drei Länder haben ein Verteidigungsbündnis, die Mekka-Verteidigungsallianz.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Pakistan und Türkei schicken Truppen zur Unterstützung Saudi-Arabiens.
Host: Pakistan und die Türkei haben beschlossen, gemeinsam mit Saudi-Arabien Soldaten ins Königreich zu verlegen. Was genau wurde da bekanntgegeben?
Guest: Die drei Staaten haben am Montag, dem 5. Oktober 2026, eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, die vom pakistanischen Außenministerium herausgegeben wurde. Darin heißt es, dass abgestimmte Einheiten und militärische Ressourcen möglichst schnell nach Saudi-Arabien verlegt werden sollen.
Host: Wurde auch gesagt, wann genau die Truppen eintreffen und was sie dort tun werden?
Guest: Nein, das blieb in der Mitteilung offen. Weder der genaue Zeitpunkt noch die konkreten Aufgaben der Truppen wurden genannt.
Host: Worauf geht diese Entscheidung eigentlich zurück?
Guest: Grundlage war ein Krisentreffen der sogenannten Mekka-Verteidigungsallianz in Riad, das offenbar durch mutmaßliche Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz ausgelöst wurde, die vom Iran unterstützt wird.
Host: Was ist denn konkret passiert?
Guest: Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten von mehreren Explosionen am Montagabend in Riad. Bereits am selben Tag waren diesen Detonationen weitere vorausgegangen.
Host: Haben die Huthis sich dazu geäußert?
Guest: Ja, sie erklärten selbst, sie hätten den internationalen Flughafen von Riad sowie eine Raffinerie des staatlichen Ölunternehmens Aramco angegriffen, zusätzlich zu weiteren Zielen im Land.
Host: Wie haben Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan auf die Angriffe reagiert?
Guest: Bei ihrem Treffen am Montag verurteilten Vertreter der drei Länder die jüngsten Angriffe scharf, vor allem jene auf Mekka und Medina, die für Muslime heilige Städte sind.
Host: Interessant, dass die Huthi-Miliz dabei offenbar nicht einmal namentlich erwähnt wurde, obwohl sie für die Angriffe verantwortlich gemacht wird.
Guest: Genau, in der Erklärung selbst wird die Miliz nicht ausdrücklich genannt, obwohl der Zusammenhang eigentlich klar ist.
Host: Seit wann gibt es dieses Verteidigungsbündnis zwischen den drei Ländern überhaupt?
Guest: Die drei mehrheitlich sunnitischen Länder hatten ihr Bündnis erst Anfang August dieses Jahres gegründet, unter dem Namen „Gemeinsames Verteidigungsabkommen von Mekka“.
Host: Was war damals der Anlass für die Gründung?
Guest: Anlass war der Krieg mit dem Iran und dessen Nachwirkungen in der Region, die alle drei Staaten offenbar als Bedrohung wahrgenommen haben.
Host: Was sieht der Pakt eigentlich konkret vor?
Guest: Er verpflichtet die übrigen Mitgliedstaaten dazu, einem angegriffenen Partnerland beizustehen, sollte dieses attackiert werden. Es handelt sich also um eine klassische Beistandsklausel.
Host: Und die jetzige Truppenverlegung nach Saudi-Arabien ist dann...
Guest: ...die erste konkrete Anwendung dieser Klausel, seit das Abkommen im August unterzeichnet wurde. Damit zeigt sich, dass der Pakt tatsächlich mit Substanz gefüllt wird, sobald eines der Länder bedroht ist.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!