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Perseiden erreichen dieses Jahr ihren Höhepunkt in dunkler Nacht
Die Perseiden erreichen in der Nacht auf den 13. August ihren Höhepunkt. Der Neumond macht den Himmel besonders dunkel. Am Abend zuvor gibt es auch eine partielle Sonnenfinsternis.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Perseiden erreichen dieses Jahr ihren Höhepunkt in dunkler Nacht.
Host: In der Nacht auf den 13. August 2026 erreicht der Sternschnuppenstrom der Perseiden seinen Höhepunkt, und offenbar sind die Bedingungen heuer besonders günstig, oder?
Guest: Ja, das stimmt, und zwar aus mehreren Gründen zugleich. Zwischen etwa 23 und 4 Uhr ist die Fallrate der Meteore am größten, während gleichzeitig am 12. August Neumond herrscht, sodass kein störendes Mondlicht den Himmel aufhellt.
Host: Das heißt, der Mond spielt dieses Jahr praktisch keine Rolle als Störfaktor?
Guest: Genau, und es kommt noch etwas hinzu: Weil der Mond an diesem Abend wegen seiner Nähe zur Sonne früh untergeht, verdunkeln sich die Nächte zusätzlich. Insofern könnten die Beobachtungsbedingungen kaum besser sein.
Host: Woher kommen die Perseiden eigentlich ursprünglich? Ich habe gelesen, dass ein Komet dahintersteckt.
Guest: Richtig, der Ursprung ist der Komet 109P/Swift-Tuttle. Sein Kern hat einen Durchmesser von rund 26 Kilometern und ist damit tatsächlich größer als der Himmelskörper, der vermutlich das Aussterben der Dinosaurier ausgelöst hat.
Host: Das ist schon eine beeindruckende Dimension. Wie oft nähert sich dieser Komet überhaupt der Sonne?
Guest: Etwa alle 133 Jahre, und jedes Mal verliert er dabei durch die Erwärmung Staub und Gesteinsteilchen von seiner Oberfläche. Diese Partikelspur kreuzt die Erdbahn jeden Sommer aufs Neue.
Host: Und wenn diese Teilchen dann in die Erdatmosphäre eindringen, verglühen sie und wir sehen sie als Sternschnuppen.
Guest: Exakt, das ist der gesamte Mechanismus. Der Komet selbst befindet sich derzeit allerdings zu weit von der Erde entfernt, um beobachtet zu werden.
Host: Muss man sich denn Sorgen machen, dass der Komet irgendwann mit der Erde kollidieren könnte, bei einem Kern dieser Größe?
Guest: Nein, nach bisherigen Berechnungen seiner Umlaufbahn besteht keine Kollisionsgefahr. Das lässt sich also beruhigt zur Seite legen.
Host: Kommen wir zur praktischen Seite: Was empfehlen Fachleute denn für eine gute Beobachtung?
Guest: Zunächst einen klaren, dunklen Ort ohne störende Straßen- oder Hausbeleuchtung, etwa eine freie Wiese oder einen erhöhten Standort. Wichtig ist zudem, dass sich die Augen erst an die Dunkelheit gewöhnen müssen, und das dauert rund 30 Minuten.
Host: Man sollte also nicht zwischendurch aufs Handy schauen, nehme ich an?
Guest: Genau, helle Handydisplays oder Taschenlampen sollte man unbedingt vermeiden, weil sie die Nachtsicht sofort wieder zunichtemachen. Falls doch Licht nötig ist, hilft notfalls eine Lampe mit rotem Licht.
Host: Und was ist mit einem Fernglas oder einem Teleskop? Das würde ich eigentlich für sinnvoll halten.
Guest: Überraschenderweise eignen sich solche Geräte gerade nicht, da sie nur einen kleinen Himmelsausschnitt zeigen. Besser ist der freie Blick mit bloßem Auge, der über den gesamten Himmel schweifen kann.
Host: Gibt es eine bestimmte Uhrzeit, die sich besonders lohnt?
Guest: Als besonders ergiebig gelten die Stunden nach Mitternacht, weil der Ausstrahlungspunkt im Sternbild Perseus dann höher am Himmel steht.
Host: Es gibt an diesem Abend ja noch ein weiteres astronomisches Ereignis, richtig?
Guest: Ja, am Abend des 12. August ereignet sich in Deutschland zusätzlich eine partielle Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonne zu bis zu 90 Prozent verdeckt.
Host: Das heißt, wer die Finsternis verfolgt, kann anschließend gleich in die Nacht der Perseiden übergehen?
Guest: Genau, wer danach wach bleibt, kann im Anschluss auch die Perseiden beobachten. Allerdings sollte man dafür ausreichend Zeit sowie warme Kleidung einplanen, denn die Nächte im August können durchaus kühl werden.
Host: Ein langer, aber offenbar lohnenswerter Beobachtungsabend also.
Guest: Absolut, insofern lohnt es sich in diesem Jahr besonders, sich die Zeit dafür zu nehmen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!