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Prien reist nach Merz-Besuch in die Ukraine
Ministerin Karin Prien besucht die Ukraine, einen Tag nach Kanzler Merz. Es geht um Kinder, Jugendliche und um Militärhilfe aus Deutschland.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Prien reist nach Merz-Besuch in die Ukraine.
Host: Karin Prien ist heute Morgen in Kiew angekommen, nur einen Tag nachdem Bundeskanzler Merz dort war. Was hat sie bei ihrer Ankunft gesagt?
Guest: Am Bahnhof erklärte sie, dass die Bundesregierung fest an der Seite der Ukraine stehe. Im Mittelpunkt ihres Besuchs stehen die Lage von Kindern und Jugendlichen sowie die Unterstützung der Zivilgesellschaft.
Host: Ist diese Reise nicht gefährlich, wenn man an die russischen Drohungen denkt?
Guest: Genau, Prien hat selbst eingeräumt, dass der Besuch wegen der Drohungen gegen Zivilisten, Diplomaten und ausländische Gäste mit Risiken verbunden ist. Trotzdem will sie sich davon nicht abschrecken lassen.
Host: Wie wurde der Besuch von Merz politisch eingeordnet?
Guest: Norbert Röttgen, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU, sagte im ARD-Morgenmagazin, dass die Reise ein Signal gegen die Einschüchterungsversuche von Putin sei.
Host: Hat er das näher begründet?
Guest: Ja, er betonte, dass ein Scheitern des russischen Angriffskriegs nicht nur im Interesse der Ukraine liege, sondern auch Deutschlands und Europas. Nach über vier Kriegsjahren sei die Widerstandsfähigkeit der Ukraine ohne ausländische Hilfe kaum vorstellbar.
Host: Das heißt, die Unterstützung dient auch deutschen Interessen?
Guest: Laut Röttgen ja – die finanziellen Mittel dienten zugleich wirtschaftlichen und vor allem sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands.
Host: Welche konkrete Hilfe hat Merz denn angekündigt?
Guest: Er kündigte Militärhilfen in Höhe von rund einer Milliarde Euro an, unter anderem für die Abwehr schneller russischer Jet-Drohnen, für Satellitentechnik und Abwehrraketen. Außerdem sind 350 Millionen Euro für den Wiederaufbau von Infrastruktur und Energieanlagen vorgesehen.
Host: Warum sind gerade diese Jet-Drohnen so ein Problem?
Guest: Weil sie wegen ihrer Geschwindigkeit und Flughöhe kaum abgefangen werden können, wie die ARD-Korrespondentin Susanne Petersohn aus Kiew berichtete. Die Abfangquote sinkt, während die Zahl der Treffer steigt.
Host: Gibt es dafür ein Beispiel?
Guest: Im August gab es Wochen, in denen keine einzige ballistische Rakete abgewehrt wurde.
Host: Und was ist in der Nacht zu Montag passiert?
Guest: Russland griff erneut ukrainisches Gebiet an. Laut dem Verteidigungsministerium in Moskau wurden der Hafen von Wylkowe sowie Treibstofflager und Frachtschiffe in Tschornomorsk angegriffen, beide Ziele liegen in der Region Odessa. Zudem wurde ein Kraftwerk in der Region Charkiw getroffen.
Host: Wie hat die ukrainische Seite reagiert?
Guest: Gouverneur Oleh Kiper bestätigte massive Luftangriffe auf Industrie- und Hafenanlagen in Odessa, obwohl mittlerweile alle Brände gelöscht worden seien.
Host: Gab es auch Opfer?
Guest: Ja, in der Stadt Charkiw wurde nach Behördenangaben ein Mensch getötet und sechs weitere verletzt.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!