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Pu der Bär wird 100 Jahre alt
Das Buch „Pu der Bär" von Alan Milne ist jetzt 100 Jahre alt. Es erzählt von Pu, seinen Freunden und einer einfachen, freundlichen Welt.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Pu der Bär wird 100 Jahre alt.
Host: Pu der Bär wird dieses Jahr genau 100 Jahre alt, denn das Buch erschien am 14. Oktober 1926.
Guest: Ja, der Autor Alan Alexander Milne war damals schon ein bekannter Roman- und Theaterautor.
Host: Stimmt es, dass die Geschichten von seinem eigenen Sohn kommen?
Guest: Genau, Milne erzählte seinem Sohn Christopher Robin Gute-Nacht-Geschichten über dessen Teddybären Winnie.
Host: Und im Buch taucht Christopher Robin selbst als Figur auf, oder?
Guest: Richtig, ein Vater erzählt seinem Sohn die Abenteuer von Pu, während Christopher Robin gleichzeitig mitspielt.
Host: Professor Kullmann sagt, dass genau dieser Wechsel der Erzählebenen zum Erfolg bei Kindern beiträgt.
Guest: Ja, weil Kinder dadurch über das Wesen von Geschichten nachdenken. Auch Milnes Sprache und Humor spielen eine Rolle.
Host: Emer O'Sullivan meint, dass die Geschichten für jede Altersgruppe etwas bieten.
Guest: Genau, jüngere Kinder schauen die Illustrationen an, während ältere Kinder die Schwächen der Figuren erkennen, zum Beispiel die Eule, die trotz vieler Rechtschreibfehler klug wirken will.
Host: Und was schätzen die Erwachsenen an der Geschichte?
Guest: Sie mögen die einfache, gewaltfreie Welt ohne Technik, in der vor allem Freundschaft zählt.
Host: Interessant, dass die gute deutsche Übersetzung erst 1987 kam.
Guest: Ja, Harry Rowohlt hat sie geschrieben, mehr als 60 Jahre nach der Erstveröffentlichung.
Host: Pu selbst ist ja kein klassischer Held.
Guest: Nein, Milne beschreibt ihn als einen Bären von sehr geringem Verstand, der vor allem an Honig denkt.
Host: Seine Freunde sind auch keine Helden, oder?
Guest: Stimmt, das ängstliche Ferkel, der widerspenstige Esel I-Aah, das wichtigtuerische Kaninchen und der trampelige Tiger haben alle Schwächen.
Host: Trotzdem bilden sie eine funktionierende Gemeinschaft, oder?
Guest: Genau, deshalb braucht man keine Heldentaten, um geliebt zu werden. Deshalb wurden die Figuren auch mehrfach verfilmt, zum Beispiel 1968 von Walt Disney.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!