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B2
Razzia bei X in Paris
Die Staatsanwaltschaft in Paris hat das Büro von X durchsucht. Die Untersuchung begann im Januar 2025. Elon Musk und Linda Yaccarino bekommen eine Vorladung für den 20. April 2026.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Razzia bei X in Paris: Algorithmen, Deepfakes und politische Vorwürfe.
Host: Die Staatsanwaltschaft in Paris hat die Büros von X in Frankreich durchsucht. Was genau ist da passiert?
Guest: Es handelt sich um eine Razzia der Cyberkriminalitätsabteilung der Pariser Staatsanwaltschaft. Die Durchsuchung fand im Rahmen einer Untersuchung statt, die im Januar 2025 eröffnet wurde.
Host: Und warum wurde diese Untersuchung überhaupt eingeleitet?
Guest: Ein Parlamentsabgeordneter hatte die Staatsanwaltschaft kontaktiert und behauptet, dass voreingenommene Algorithmen auf X wahrscheinlich den Betrieb eines automatisierten Datenverarbeitungssystems verzerrt hätten.
Host: Also ging es anfangs nur um Algorithmen. Hat sich die Untersuchung seitdem ausgeweitet?
Guest: Ja, erheblich. Die Ermittlungen wurden ausgeweitet, um unter anderem angebliche Beihilfe zur Verbreitung pornografischer Bilder von Minderjährigen, sexuell explizite Deepfakes und die Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu untersuchen.
Host: Das sind sehr schwere Vorwürfe. War auch Europol an der Razzia beteiligt?
Guest: Ja, Europol war involviert, ebenso wie die eigene Cyberkriminalitätseinheit der französischen Polizei.
Host: Elon Musk und die ehemalige CEO Linda Yaccarino sollen vorgeladen worden sein. Stimmt das?
Guest: Genau. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat beide für den 20. April 2026 zu freiwilligen Befragungen in Paris vorgeladen – in ihrer Eigenschaft als de-facto- und de-jure-Manager der X-Plattform zum Zeitpunkt der Ereignisse.
Host: Yaccarino ist doch gar nicht mehr CEO, oder?
Guest: Richtig, sie trat im Juli letzten Jahres nach zwei Jahren an der Spitze des Unternehmens zurück.
Host: Wie hat X auf die Razzia reagiert?
Guest: Das Global Government Affairs-Team von X bezeichnete die Aktion als missbräuchlichen Akt des Strafverfolgungstheaters, der darauf ausgerichtet sei, illegitime politische Ziele zu verfolgen, anstatt legitime Strafverfolgungsziele voranzutreiben. X wies alle Vorwürfe kategorisch zurück.
Host: Und Musk selbst?
Guest: Musk nannte es einen politischen Angriff und forderte die französischen Behörden auf, sich stattdessen auf die Verfolgung von Sexualverbrechern zu konzentrieren.
Host: Die Staatsanwaltschaft hat auch angekündigt, X zu verlassen. Was bedeutet das genau?
Guest: Die Pariser Staatsanwaltschaft hat erklärt, dass sie die X-Plattform verlässt und künftig auf LinkedIn und Instagram kommunizieren wird. LinkedIn gehört zu Microsoft und Instagram zu Meta.
Host: Da gibt es auch noch eine britische Dimension, oder?
Guest: Ja, die britische Datenschutzbehörde, das Information Commissioner's Office, hat ebenfalls Untersuchungen gegen X und xAI eingeleitet. Es geht darum, ob die Unternehmen das britische Datenschutzgesetz eingehalten haben, insbesondere im Zusammenhang mit dem KI-Chatbot Grok und der Erstellung sexualisierter Deepfakes.
Host: Was hat das ICO dazu gesagt?
Guest: Das ICO erklärte, die angebliche Erstellung und Verbreitung solcher Inhalte werfe ernsthafte Bedenken hinsichtlich des britischen Datenschutzgesetzes auf und stelle ein Risiko erheblicher potenzieller Schäden für die Öffentlichkeit dar. Besonders besorgniserregend sei dies im Fall von Kindern.
Host: Also haben wir es mit einem Fall zu tun, der sich über mehrere Länder erstreckt.
Guest: Genau, und das zeigt, wie komplex solche grenzüberschreitenden Ermittlungen sein können, besonders wenn es um globale Plattformen wie X geht.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!