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Russischer Raketenangriff auf Kiew ohne Vorwarnung der Verbündeten
Eine russische Rakete trifft Kiew in der Nacht. Das Heizkraftwerk CHP-4 wird beschädigt. Es gibt Tote und Verletzte. Der Westen warnt die Ukraine nicht vor dem Angriff.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Russischer Raketenangriff auf Kiew ohne Vorwarnung der Verbündeten.
Host: Kiew ist in der vergangenen Nacht erneut von einer russischen ballistischen Rakete getroffen worden. Was wissen wir über das Ziel des Angriffs?
Guest: Präsident Selenskyj hat erklärt, dass sich der Angriff vor allem gegen die Energieinfrastruktur der Stadt gerichtet habe. Konkret wurde das Heizkraftwerk CHP-4 beschädigt.
Host: Das ist besorgniserregend, vor allem jetzt im Herbst. Gab es denn überhaupt eine Vorwarnung?
Guest: Nein, und genau das kritisiert Selenskyj. Die westlichen Partner hätten die Ukraine nicht vorab gewarnt, obwohl das schon am Vortag genauso gewesen sei.
Host: Laut dem Portal The Kyiv Independent sollen die ersten Explosionen direkt nach dem nächtlichen Luftalarm gefolgt sein. Was ist sonst noch passiert?
Guest: Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, dass ein neunstöckiges Wohnhaus getroffen wurde und Feuer gefangen hat. Dabei kamen mindestens zwei Menschen ums Leben, während mehr als zwanzig weitere verletzt wurden.
Host: Und zum Heizkraftwerk selbst gibt es noch keine genaueren Angaben zu Schäden oder Opfern?
Guest: Genau, Selenskyj hat sich dazu bisher nicht geäußert. Was aber bestätigt wurde, ist, dass es erneut keine internationalen Warnhinweise gegeben hat, und zwar laut einem Berater des Präsidenten, Dmytro Lytwyn, sowie der ukrainischen Luftwaffe.
Host: Warum sind solche Warnungen eigentlich so wichtig für die Ukraine?
Guest: Weil das Land bei der Abwehr russischer Angriffe stark auf geheimdienstliche Informationen aus dem Westen angewiesen ist, vor allem aus den USA. Diese Informationen helfen dabei, Angriffe frühzeitig zu erkennen oder eigene Ziele zu identifizieren.
Host: Das passt zu den wachsenden Spannungen zwischen Kiew und Washington, von denen man zuletzt gehört hat.
Guest: Ja, Trump hat die ukrainische Führung mehrfach kritisiert und sogar Neuwahlen sowie einen Wechsel an der Staatsspitze gefordert. Außerdem hat er der Ukraine eine Mitverantwortung an der weltweiten Diesel-Knappheit zugeschrieben.
Host: Und kurz davor hatte er doch etwas mit Putin besprochen, oder?
Guest: Richtig, nach einem Telefonat mit Putin kündigte Trump an, große Mengen russischen Diesels zu kaufen. Eine offizielle Bestätigung, dass die USA deshalb den Informationsfluss gestoppt haben, gibt es zwar nicht.
Host: Aber es gibt wohl Berichte in diese Richtung?
Guest: Die Financial Times berichtete unter Berufung auf europäische Regierungsvertreter, dass Washington mit einem Stopp gedroht habe, falls Kiew weiterhin russische Energieanlagen angreife. Ein ähnlicher Fall einer zeitweisen Aussetzung der Informationen hatte sich bereits im März 2025 ereignet.
Host: Das zeigt, wie sehr militärische Unterstützung und politische Spannungen miteinander verknüpft sind.
Guest: Absolut, und es macht deutlich, wie verwundbar die Ukraine ist, wenn diese Unterstützung ins Wanken gerät.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!