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B2
Russland attackiert Kiew erneut mit Raketen
Russland hat Kiew in der Nacht wieder mit ballistischen Raketen angegriffen. Es gab Explosionen, Brände und eine verletzte Person. Auch andere Städte in der Ukraine wurden angegriffen, und es gab auch Drohnenangriffe auf Russland.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Russland attackiert Kiew erneut mit ballistischen Raketen.
Host: Kiew wurde in der Nacht auf Sonntag erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Was ist dort genau passiert?
Guest: Bürgermeister Vitali Klitschko hat über Telegram gemeldet, dass es im gesamten Stadtgebiet mehrere Explosionen gab. Er hat die Bewohner der Millionenmetropole dazu aufgerufen, in Schutzräumen auszuharren, bis die Gefahr vorüber ist.
Host: Gab es auch Schäden oder Verletzte?
Guest: Ja, in zwei Bezirken sind Brände ausgebrochen, zu denen die Feuerwehr ausrücken musste. Die städtische Militärverwaltung hat mindestens eine verletzte Person bestätigt, obwohl das endgültige Ausmaß der Schäden noch nicht ganz klar ist.
Host: Wurde nur Kiew angegriffen, oder gab es auch andere Ziele?
Guest: Parallel zum Angriff auf Kiew hat die ukrainische Luftwaffe von Attacken mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen auf weitere Landesteile berichtet. Besonders betroffen waren die Industriestädte Krementschuk und Krywyj Rih.
Host: Warum häufen sich diese Raketenangriffe gerade jetzt?
Guest: Beobachtern zufolge liegt das an einem Mangel an ukrainischer Flugabwehrmunition. Weil den Streitkräften Abfangraketen fehlen, hat Russland seine Angriffe mit ballistischen Raketen auf Kiew und andere Städte zuletzt ausgeweitet.
Host: Welche Systeme könnten die Ukraine denn eigentlich schützen?
Guest: Als wirksamster Schutz gelten die amerikanischen Patriot-Systeme, da ballistische Raketen wegen ihrer hohen Geschwindigkeit nur schwer abzufangen sind. Die Ukraine verfügt zwar über mehrere davon, doch es fehlen genügend Abfangraketen, damit sie durchgehend eingesetzt werden können.
Host: Gab es in dieser Nacht auch Angriffe auf russisches Gebiet?
Guest: Ja, durchaus. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte, dass die Luftabwehr der Hauptstadtregion Dutzende Drohnen zerstört habe. Rettungskräfte waren an mehreren Absturzstellen von Trümmerteilen im Einsatz, wobei drei Menschen verletzt wurden.
Host: Wie viele Drohnen wurden insgesamt abgefangen?
Guest: Die russische Nachrichtenagentur Interfax bezifferte die Zahl der landesweit abgewehrten Drohnen auf mehr als 130. Laut dem ukrainischen Portal Kyiv Independent wurden in der Region Moskau auch Industrieanlagen sowie ein Lagerhaus des Onlinehändlers Wildberries getroffen.
Host: Ist das Unternehmen Wildberries schon öfter Ziel solcher Angriffe gewesen?
Guest: Ja, ähnliche Einrichtungen des Unternehmens waren zuvor bereits in anderen Teilen Russlands Ziel ukrainischer Angriffe gewesen. Allerdings war eine unabhängige Überprüfung der Angaben beider Kriegsparteien zunächst nicht möglich.
Host: Der Krieg dauert also schon sehr lange an.
Guest: Genau, er dauert inzwischen seit mehr als vier Jahren an. Während Russland vor allem auf ballistische Raketen, Gleitbomben und große Drohnenschwärme setzt, greift die Ukraine russisches Gebiet für ihre Gegenschläge überwiegend mit Drohnen an.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!