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B2
Schweizer Initiative: Maximal 10 Millionen Einwohner?
Eine Initiative der UDC will die Bevölkerung der Schweiz auf maximal 10 Millionen begrenzen. Die Linke und die Gewerkschaften sind dagegen, weil sie die bilateralen Abkommen mit der EU und den Lohnschutz schützen wollen.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Schweiz vor der Abstimmung: Droht mit der 10-Millionen-Initiative das Chaos?.
Host: Am 14. Juni stimmt die Schweiz über die Volksinitiative „Keine Schweiz mit 10 Millionen Einwohnern“ ab, die von der SVP lanciert wurde.
Guest: Genau, und Linke sowie Gewerkschaften haben am Freitag davor gewarnt, dass diese Initiative Chaos verursachen würde.
Host: Was genau fordert der Initiativtext?
Guest: Er verlangt eine strikte Kontrolle der Einwanderung, damit die ständige Wohnbevölkerung bis 2050 nicht über 10 Millionen steigt.
Host: Und wann müssten Bundesrat und Parlament eingreifen?
Guest: Sobald die Bevölkerung 9,5 Millionen überschreitet, müssten sie Massnahmen ergreifen, obwohl noch unklar ist, welche das genau wären.
Host: Die Gegner nennen die Initiative „zerstörerisch“. Warum?
Guest: Weil sie, falls sie angenommen wird, Arbeitsplätze gefährden und zu tieferen Löhnen und Renten führen würde.
Host: Das klingt nach einem grossen Risiko für den Arbeitsmarkt.
Guest: Ja, denn ohne die bilateralen Abkommen mit der EU würde auch der Lohnschutz wegfallen.
Host: Moment – heisst das, die Initiative würde automatisch das Ende der Bilateralen bedeuten?
Guest: Laut Initiativtext ja, und genau das befürchten Linke und Gewerkschaften am meisten.
Host: Welche Folgen hätte das Fehlen von Kontrollen konkret?
Guest: Ohne Kontrollen würde der Weg für Lohndumping geöffnet, weil Unternehmen dann die Löhne senken könnten, ohne dass diese reguliert würden.
Host: Wird die Initiative also vor allem als wirtschaftliche Gefahr dargestellt, während die Einwanderungsfrage in den Hintergrund rückt?
Guest: Genau, die Gegnerseite konzentriert sich weniger auf die Zuwanderungszahlen als auf die sozialen und wirtschaftlichen Folgen.
Host: Gibt es schon Reaktionen des Bundesrats?
Guest: Ja, der Bundesrat hat sich bereits gegen die Initiative ausgesprochen, wie im Telejournal vom 16. März berichtet wurde.
Host: Und die SVP selbst?
Guest: Die SVP hat am 24. März ihre Kampagne für eine Bremse bei der Einwanderung lanciert.
Host: Es scheint, als stünden sich hier zwei völlig gegensätzliche Positionen gegenüber.
Guest: Absolut. Während die SVP von einer notwendigen Begrenzung spricht, warnen Linke und Gewerkschaften vor einem sozialen Rückschritt.
Host: Wann genau findet die Abstimmung statt?
Guest: Am 14. Juni wird das Schweizer Stimmvolk über diese Initiative entscheiden.
Host: Das wird sicher eine hart umkämpfte Kampagne, bis es so weit ist.
Guest: Davon ist auszugehen, zumal beide Seiten die Konsequenzen als existenziell für ihre jeweiligen Anliegen darstellen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!