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Stefania Craxi führt jetzt die Forza Italia Senatoren
Maurizio Gasparri verlässt die Führung der Forza Italia Senatoren. Stefania Craxi ist jetzt seine Nachfolgerin. Die Entscheidung kam nach einer kurzen Versammlung.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Führungswechsel bei Forza Italia: Craxi übernimmt Gasparris Posten im Senat.
Host: Maurizio Gasparri hat überraschend die Führung der Forza-Italia-Senatoren abgegeben – und das nach nur zwanzig Minuten Versammlung. Wie ist es dazu gekommen?
Guest: Der Wechsel war tatsächlich schnell vollzogen. Stefania Craxi wurde per Akklamation gewählt, also ohne formelle Abstimmung. Sowohl Gasparri als auch Craxi bezeichneten den Vorgang als völlig normal.
Host: Gasparri bestand darauf, dass die Entscheidung autonom getroffen wurde. Was meinte er damit genau?
Guest: Er sagte, der Wechsel sei bereits vor dem Referendum über die Justizreform beschlossen worden. Die Niederlage des Ja-Lagers habe also nichts damit zu tun. Das war ihm offenbar wichtig zu betonen.
Host: Aber Craxi hat das etwas anders kommentiert, oder?
Guest: Ja, sie räumte ein, dass das Referendumsergebnis eine gewisse Rolle gespielt habe – wenn auch keine entscheidende. Es ergibt sich also ein differenziertes Bild, je nachdem, wen man fragt.
Host: Und was sagt der Parteisekretär Antonio Tajani dazu?
Guest: Tajani schrieb auf X, dass Forza Italia eine lebendige Partei sei. Er betonte, man habe keine Angst vor Demokratie und dem Austausch mit dem Volk. Gleichzeitig bekräftigte er, die Partei werde im Geiste Silvio Berlusconis weiterarbeiten und niemals vom richtigen Kurs abweichen.
Host: Welche Rolle spielt die Familie Berlusconi bei diesem Wechsel?
Guest: Die Erstgeborene Marina Berlusconi soll den Wechsel schon lange unterstützt haben. Ziel sei es, einen Kern von Forza-Italia-Mitgliedern zu stärken, die den Werten Berlusconis nahestehen und bei den nächsten Parlamentswahlen konkurrenzfähig wären.
Host: Unterstützt Marina Berlusconi also trotzdem weiterhin Tajani?
Guest: Laut Quellen aus dem Umfeld von Fininvest bleibt ihre Wertschätzung für Tajani unverändert. Ein altgedienter Parteiveteran sieht das allerdings anders: Für ihn ist der Wechsel eine Art Warnsignal an die aktuelle Parteiführung, den Kurs zu überdenken.
Host: Dennoch waren nicht alle einig. Es gab ja eine Unterschriftenaktion gegen Gasparri.
Guest: Genau. Vierzehn von zwanzig Senatoren haben einen Brief unterzeichnet, in dem sie erklärten, dass es zum Wohl der Partei besser sei, Gasparri als Gruppenvorsitzenden zu ersetzen. Das war ein klares Signal.
Host: Welche bekannten Namen standen darunter?
Guest: Unter den Unterzeichnern befanden sich die Minister Paolo Zangrillo und Elisabetta Casellati sowie der Senator Claudio Lotito, der innerhalb der Partei als streitbar gilt, weil er sich bei seinen Initiativen zu wenig unterstützt fühlte.
Host: Was hat diese Unterschriftenaktion eigentlich ausgelöst?
Guest: Als Auslöser gilt ein Vorschlag von Tajani, der nach dem Referendum regionale Parteikongresse als Mittel zur Erneuerung einsetzen wollte. Casellati und die Senatorin Licia Ronzulli lehnten das offen ab.
Host: Warum war dieser Vorschlag so umstritten?
Guest: Man hielt ihn für nicht innovativ genug. Statt auf Mitgliedskarten und Gebietsarbeit zu setzen, solle man lieber inhaltliche Themen in den Vordergrund stellen – besonders angesichts der Tatsache, dass das Nein beim Referendum gerade in den von Forza Italia regierten Regionen gewonnen hatte.
Host: Gasparri war über die Unterschriftenaktion also nicht begeistert?
Guest: Keineswegs. Er war überrascht und sichtlich verärgert. Er hatte nur wenige Stunden, um seinen Rückzug zu organisieren, was ihm sicherlich nicht leichtgefallen ist.
Host: Gibt es ähnliche Bestrebungen auch in der Abgeordnetenkammer?
Guest: Offenbar nicht – und zwar wegen des entschlossenen Widerstands von Tajani selbst. Es heißt, er wäre persönlich bereit zurückzutreten, falls der Druck auf den dortigen Fraktionsvorsitzenden ausgedehnt würde.
Host: Und wie hat Craxi auf all diese Spannungen reagiert?
Guest: Sie versuchte, die Gemüter zu beruhigen. Gegenüber Journalisten bestritt sie mehrfach, dass es eine Spaltung gebe, und wich gezielt Fragen zur Unterschriftenaktion gegen Gasparri aus.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!