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Studie: Wechseljahre verändern den Körper früher und abrupter als angenommen
Eine neue Studie zeigt: Der Körper von Frauen verändert sich schon bis zu 15 Jahre vor der letzten Blutung. Forscher fanden plötzliche Veränderungen bei Knochen, Leber, Nieren und Fettstoffwechsel.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Wechseljahre verändern den Körper früher und abrupter als angenommen.
Host: Laut einer neuen Studie verändert sich der Körper von Frauen schon bis zu fünfzehn Jahre vor der letzten Monatsblutung.
Guest: Ja, das ist wirklich überraschend. Die Studie wurde im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht.
Host: Wie haben die Forschenden das herausgefunden?
Guest: Sie haben rund dreihundert Millionen Laborwerte von mehr als einer Million Frauen analysiert, aus Datenbanken in den USA und in Israel.
Host: Das ist eine riesige Menge an Daten. Was haben sie konkret entdeckt?
Guest: Bei zweiundfünfzig von neunzig Laborparametern gab es plötzliche Veränderungen, zum Beispiel bei der Knochendichte, der Leber- und Nierenfunktion und beim Fettstoffwechsel.
Host: Interessant, dass das so abrupt passiert. Gibt es das auch bei Männern?
Guest: Nein, bei Männern verlaufen ähnliche Veränderungen im Alter viel langsamer.
Host: Katja Brenk-Franz von der Uniklinik Jena sagt, die Wechseljahre seien mehr als nur eine hormonelle Umstellung, weil sie viele Körperfunktionen beeinflussen.
Guest: Genau, aber Peyman Hadji von der Universität Marburg findet den Vergleich mit einer Klippe übertrieben, weil der Östrogenspiegel nicht schlagartig abfällt.
Host: Welche Risiken bestätigt die Studie denn?
Guest: Ein höheres Risiko für Osteoporose, Schlaganfälle, Herzinfarkte, Schlafstörungen und Depressionen. Nur die Eisenwerte verbessern sich, weil die Blutungen wegfallen.
Host: Und was ist mit einer Hormonersatztherapie?
Guest: Frauen, die diese Therapie bekamen, hatten schwächere körperliche Umbrüche. Aber die Therapie hat auch Risiken, zum Beispiel Thrombosen oder Schlaganfälle.
Host: Deshalb wird sie in Deutschland bisher nur bei Beschwerden verschrieben, oder?
Guest: Richtig. Hadji findet aber, dass man sie künftig früher oder sogar vorbeugend einsetzen könnte. Trotzdem fordern beide Forschenden weitere Studien, weil es noch große Wissenslücken gibt.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!