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Trump vereinbart russische Diesel-Importe trotz Sanktionen
Trump kündigt nach einem Gespräch mit Putin große Diesel-Lieferungen aus Russland an. Die USA erlauben das trotz Sanktionen. Selenskyj kritisiert die Entscheidung stark.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Trump vereinbart russische Diesel-Importe trotz Sanktionen.
Host: Laut Trump hat er mit Putin telefoniert, und direkt danach wurden umfangreiche Diesel-Lieferungen aus Russland angekündigt. Was genau wurde da vereinbart?
Guest: Auf Truth Social schrieb Trump, dass sofort mehr als 300.000 Tonnen Diesel für den US-Markt und den Weltmarkt bereitgestellt würden. Im November soll dann noch eine halbe Million Tonnen folgen, und direkt danach eine weitere Million Tonnen.
Host: Das klingt nach sehr viel. Gibt es noch mehr?
Guest: Ja, Russland will je nach Zustand seiner Raffinerien binnen kurzer Zeit sogar drei Millionen Tonnen liefern, obwohl Trump dafür keine konkreten Fristen genannt hat.
Host: Und wie reagierte der Kreml auf diese Ankündigung?
Guest: Der Kreml bestätigte die Abmachung und sprach von einer grundsätzlichen Bereitschaft, Öl und Ölprodukte an die USA und andere Märkte zu liefern.
Host: Aber es gibt doch Sanktionen gegen russische Energieexporte. Wie passt das zusammen?
Guest: Das US-Finanzministerium hat eine befristete Ausnahmegenehmigung erteilt, die Verkauf, Transport und Import von russischem Diesel bis zum 7. April 2027 erlaubt.
Host: Das widerspricht doch dem Gesetz, das Trump selbst unterschrieben hat, oder?
Guest: Genau, dieser Schritt steht im Widerspruch zu einem Gesetz, das Trump erst im September 2026 unterschrieben hatte und das eigentlich schärfere Sanktionen gegen russische Energieexporte vorsah.
Host: Wie hat Selenskyj darauf reagiert?
Guest: Er reagierte empört. Bei Telegram schrieb er, dass die Erlaubnis für Russland, Ölprodukte zu verkaufen, faktisch den Krieg gegen die Ukraine finanziere.
Host: Hat er sich auch sonst noch geäußert?
Guest: Ja, in einem Interview mit Axios bezeichnete er die Vereinbarung als unfair, weil Trumps Unterhändler Witkoff und Kushner zur gleichen Zeit in Miami mit ukrainischen Vertretern über ein Kriegsende verhandelten, ohne das Diesel-Geschäft überhaupt zu erwähnen.
Host: Hat Selenskyj irgendeinen Vorschlag gemacht?
Guest: Er erneuerte sein Angebot, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, falls Moskau im Gegenzug auf Attacken gegen ukrainische Energieanlagen verzichtet.
Host: Wie groß ist die Wirkung dieser Lieferungen eigentlich, wenn man es realistisch betrachtet?
Guest: Marktbeobachter halten sie für begrenzt. Die zugesagten 300.000 Tonnen entsprechen rechnerisch nur etwa 14 Stunden des US-Dieselverbrauchs, der laut der Energiebehörde EIA bei rund 500.000 Tonnen täglich liegt.
Host: Also eher symbolisch als entscheidend?
Guest: So könnte man es sagen. Analysten sprachen von einer kleinen zusätzlichen Quelle für einen angespannten Markt, aber nicht von einer echten Lösung.
Host: Hat sich das trotzdem auf die Preise ausgewirkt?
Guest: Durchaus. Die US-Terminkontrakte für Diesel gaben nach Bekanntwerden der Einigung um knapp fünf Prozent nach.
Host: Und wie haben sich die Preise davor entwickelt?
Guest: Seit Ausbruch des Kriegs zwischen den USA, Israel und Iran Ende Februar 2026 waren die Dieselpreise um etwa 70 Prozent gestiegen, was auch durch Engpässe infolge des Ukraine-Kriegs begünstigt wurde.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!