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Trumps Kehrtwende: Von Drohungen zur Waffenruhe mit dem Iran
The article describes Trump's sudden policy reversal regarding Iran, shifting from threatening military strikes to proposing a five-day ceasefire. The change came after Gulf allies warned that attacking Iranian energy infrastructure could lead to disastrous escalation.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Prima le minacce, poi la tregua: Trump, la retromarcia sull'Iran e il retroscena sulla frenata.
Host: Was mich an dieser Kehrtwende am meisten überrascht, ist das Tempo: Erst drohte Trump mit Angriffen auf iranische Anlagen und Energieinfrastruktur, und praktisch von einem Tag auf den anderen sprach er plötzlich von einer fünftägigen Feuerpause.
Guest: Genau, und laut CNN war es tatsächlich eine plötzliche Kehrtwende - die Quellen sagen, dass die Golfverbündeten der USA insistiert haben, dass ein Angriff auf diese Ziele zu einer katastrophalen Eskalation hätte führen können.
Host: Die Drohung kam ja am Samstag. Interessant ist, dass laut Wall Street Journal genau zwei Tage später Nachrichten über Gespräche in Riad im Weißen Haus eintrafen - und Trump bremste ab.
Guest: Richtig, die Außenminister von Ägypten, der Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan hatten sich noch vor Sonnenaufgang am Donnerstag in Riad getroffen, um über die Straße von Hormus zu sprechen und einen diplomatischen Ausweg aus dem seit 25 Tagen andauernden Konflikt zu finden.
Host: Wobei sich doch die eigentliche Schwierigkeit woanders zeigte, oder? Es ging offenbar darum, überhaupt einen Gesprächspartner zu finden, mit dem man verhandeln kann.
Guest: Genau das war laut arabischen Quellen das Kernproblem - eine Führung, die durch die Angriffe stark dezimiert worden war. Insofern musste zunächst ein Kanal geschaffen werden, bevor überhaupt verhandelt werden konnte.
Host: Und dieser Kanal wurde dann von der ägyptischen Geheimdienstführung gefunden?
Guest: Ja, dem ägyptischen Geheimdienst gelang es, einen Draht zu den Revolutionsgarden, also den Pasdaran, herzustellen. Sie schlugen einen fünftägigen Waffenstillstand vor, um Vertrauen aufzubauen und die Bedingungen für einen möglichen Waffenstillstand zu schaffen.
Host: Was hat Trump letztlich dazu bewegt, seine Position zu ändern? Reine diplomatische Vermittlung allein wirkt da fast zu einfach als Erklärung.
Guest: Laut Wall Street Journal kamen mehrere vertrauliche Gespräche hinzu, die über nahöstliche Vermittler geführt wurden und bei US-Beamten die Hoffnung auf eine Einigung nährten. Zugleich spiegelt das aber wohl auch einen wachsenden Wunsch Trumps und einiger seiner Berater wider, den Konflikt angesichts innenpolitischer und wirtschaftlicher Folgen zu beenden.
Host: Das klingt fast so, als sei die Kehrtwende ebenso sehr innenpolitisch motiviert wie diplomatisch erzwungen.
Guest: Beides dürfte eine Rolle gespielt haben, allerdings bleiben die arabischen Vermittler zumindest kurzfristig skeptisch. Sie betonen hinter den Kulissen, dass die Parteien nach wie vor weit voneinander entfernt seien.
Host: Und wie haben die Iraner selbst reagiert, als Trump von Gesprächen sprach?
Guest: Zunächst dementierten sie jegliche Kontakte. Später jedoch bestätigte ein Funktionär des iranischen Außenministeriums gegenüber CBS News, dass man über Vermittler Überlegungen von den USA erhalten habe, die derzeit geprüft würden.
Host: Ein vorsichtiger Schritt, der aber doch auf etwas Konkreteres hindeuten könnte, oder wie ist das einzuordnen?
Guest: CBS deutete es zumindest als möglichen Auftakt zu Gesprächen. Zudem wird über ein Treffen zwischen US- und iranischen Delegationen diese Woche spekuliert - entweder in Pakistan oder, laut Wall Street Journal, in der Türkei.
Host: Kommen wir noch auf den Inhalt der Verhandlungen zu sprechen. Worum ging es konkret bei den Gesprächen in Riad?
Guest: Die arabischen Staatschefs bestanden darauf, dass eine neutrale Kommission die Straße von Hormus überwacht, um die Durchfahrt aller Schiffe zu gewährleisten. Die Pasdaran wiederum wollten für die Durchfahrt Gebühren erheben - eine Idee, der sich die Golfstaaten widersetzten.
Host: Und wer war sonst noch hinter den Kulissen aktiv? Es wirkt, als seien deutlich mehr Länder involviert als nur die üblichen Verdächtigen.
Guest: Laut europäischen und arabischen Beamten arbeiteten auch Katar, Oman, Frankreich und Großbritannien im Hintergrund mit. CNN wiederum bestätigte die Rolle Pakistans, der Türkei, Ägyptens und Omans, betonte jedoch, seit dem 28. Februar keine direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran verifizieren zu können.
Host: Was im Widerspruch zu Trumps eigener Darstellung stünde.
Guest: Zumindest teilweise, ja. Zwei Quellen aus der Region sprechen jedenfalls von einer Liste mit 15 Punkten, welche die Erwartungen der USA formulieren und dem Iran übermittelt worden sein sollen.
Host: Ein ziemlich verzweigtes Geflecht aus Vermittlern und vorsichtigen Bestätigungen also.
Guest: Genau, und gerade diese Vielzahl an Kanälen macht schwer einzuschätzen, ob die fünftägige Pause tatsächlich zu echten Verhandlungen führt.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!