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Waldbrand am Hohen Venn: Lage stabil, aber Wind droht
Der Waldbrand am Hohen Venn breitet sich aktuell nicht weiter nach Deutschland aus. Für Dienstag ist aber starker Wind angekündigt. Feuerwehrleute aus Monschau und Bundeswehr-Hubschrauber helfen beim Löschen. In Belgien sind schon 3000 Hektar verbrannt, und evakuierte Bewohner können noch nicht nach Hause zurück.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Waldbrand am Hohen Venn: Lage stabil, aber Wind droht.
Host: Der Waldbrand am Hohen Venn hat sich zuletzt nicht weiter in Richtung Deutschland ausgebreitet, wie der Einsatzleiter der Feuerwehr Monschau, Philipp Krüger, am 17. August bestätigt hat. Wie stabil ist die Lage tatsächlich?
Guest: Im Moment ist sie stabil, allerdings bereiten sich die Einsatzkräfte bereits auf eine neue Herausforderung vor: Für Dienstag sind kräftiger Wind und Böen aus Südwesten angekündigt worden, und das könnte die Situation schnell wieder verschärfen.
Host: Wer ist derzeit vor Ort im Einsatz?
Guest: Rund 60 Feuerwehrleute aus Monschau unterstützen ihre belgischen Kollegen beim Löschen. Zusätzlich werden zwei Bundeswehr-Hubschrauber vom Typ NH-90 eingesetzt, die Löschwasser abwerfen.
Host: Hat der Regen am Morgen nicht geholfen?
Guest: Laut Bürgermeisterin Carmen Krämer hat der leichte Regen nur geringe Entlastung gebracht. Deshalb können die rund 30 Bewohner, die am Sonntag aus Kalterherberg evakuiert wurden, weiterhin nicht in ihre Häuser zurückkehren.
Host: Wie nah war das Feuer eigentlich an der deutschen Grenze?
Guest: Es war bis auf 300 Meter vorgedrungen, bevor sich die Lage stabilisierte. Auf belgischer Seite hat der Brand aber bereits etwa 3.000 Hektar erfasst, was ihn zu einem der größten in der Landesgeschichte macht.
Host: Warum ist der Brand so schwer unter Kontrolle zu bringen?
Guest: Das liegt vor allem am torfigen Untergrund des Hochmoors, der eine rasche Ausbreitung begünstigt, obwohl die Feuerwehr rund um die Uhr im Einsatz ist.
Host: Es heißt, sogar König Philippe habe reagiert.
Guest: Ja, er hat seinen Urlaub abgebrochen, während die Staatsanwaltschaft Lüttich wegen Brandstiftung ermittelt. Die belgische Regierung hat zudem die Europäische Union um Unterstützung gebeten.
Host: Könnte der nationale Notstand ausgerufen werden?
Guest: Das ist möglich, falls sich die Lage verschärfen sollte. Momentan ist das aber noch nicht der Fall.
Host: Gibt es auch in Deutschland selbst noch andere Brandherde?
Guest: Im Hürtgenwald in der Eifel, wo der bislang größte Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens stattfand, gilt die Lage zwar als unter Kontrolle, aber es schwelen weiterhin zahlreiche Glutnester.
Host: Und andernorts?
Guest: In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Bayern konnten die Brände bei Schramberg, Gebhardshain, Illingen und Waldaschaff bereits gelöscht oder unter Kontrolle gebracht werden, sodass sich die Einsatzkräfte dort wieder entspannen können.
Host: Das zeigt, dass der Sommer 2026 die Feuerwehren in mehreren Bundesländern gleichzeitig fordert.
Guest: Genau, und solange der Wind am Dienstag nicht zusätzlich anfacht, bleibt zu hoffen, dass die Lage am Hohen Venn wenigstens stabil bleibt.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!