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Waldbrand in Belgien bedroht Grenzregion um Monschau
Ein großer Waldbrand im belgischen Hohen Venn ist nur noch wenige Kilometer von der deutschen Grenze bei Monschau entfernt. Menschen in mehreren Orten müssen wegen Rauch ihre Häuser verlassen, und rund 5.000 Personen bereiten sich auf eine mögliche Evakuierung vor. Der Brand in Belgien ist mit 2.700 Hektar viel größer als der Waldbrand im deutschen Hürtgenwald.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Waldbrand in Belgien bedroht Grenzregion um Monschau.
Host: Der Waldbrand im Hohen Venn hat sich der deutschen Grenze bei Monschau mittlerweile bis auf drei Kilometer genähert, was viele Anwohner in Sorge versetzt.
Guest: Ja, das stimmt. Die Stadtverwaltung hat in der Nacht mitgeteilt, dass die Feuerfront nur noch wenige Kilometer entfernt ist, obwohl Monschau selbst schon rund zwei Kilometer von der belgischen Grenze liegt.
Host: Welche Maßnahmen wurden denn konkret ergriffen, um die Bevölkerung zu schützen?
Guest: Die Bewohner der Ortsteile Plattevenn, Leyloch und Kalterherberg wurden aufgefordert, ihre Häuser vorübergehend zu verlassen, weil ab dem Vormittag mit starker, gesundheitsschädlicher Rauchentwicklung gerechnet wird.
Host: Wie lange soll diese Empfehlung denn gelten?
Guest: Zunächst bis 18 Uhr. Außerdem sollen sich die Menschen in Kalterherberg und Mützenich auf eine mögliche Evakuierung vorbereiten, auch wenn es sich bislang nur um eine Vorsichtsmaßnahme handelt.
Host: Wie viele Personen sind davon insgesamt betroffen?
Guest: Laut einer Stadtsprecherin sind es etwa 5.000 Menschen, wobei eine tatsächliche Evakuierung derzeit nicht abzusehen ist.
Host: Rechnet die Feuerwehr damit, dass die Flammen bald auf deutsches Gebiet übergreifen?
Guest: Nein, Einsatzleiter Philipp Krüger geht momentan nicht davon aus. Die Lage wird aber fortlaufend beobachtet, und Feldflächen in Grenznähe wurden vorsorglich gewässert, damit im Ernstfall Zeit gewonnen werden kann.
Host: Wer hat die Feuerwehr dabei unterstützt?
Guest: Das Technische Hilfswerk hat geholfen. Auf belgischer Seite breitet sich das Feuer währenddessen weiter aus und hat bereits eine Fläche von rund 2.700 Hektar erfasst.
Host: Das ist eine enorme Fläche, besonders im Vergleich zum Waldbrand im Hürtgenwald, der ja nur etwa 300 Hektar umfasst.
Guest: Genau, deshalb wird der Brand von lokalen Politikern laut dem Sender RTBF auch als der größte in der Geschichte Belgiens bezeichnet.
Host: Hat Belgien internationale Unterstützung angefordert?
Guest: Ja, die belgische Regierung hat andere EU-Staaten um Hilfe gebeten. Laut EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib wurden zusätzliche Hubschrauber und Löschflugzeuge aus Tschechien, Schweden und den Niederlanden bereitgestellt.
Host: Sind auch deutsche Kräfte im Einsatz?
Guest: Ja, deutsche Feuerwehrkräfte unterstützen ebenfalls vor Ort. In zwei belgischen Ortschaften mussten zudem rund 600 Menschen ihre Häuser verlassen, weil sich der Brand rasch ausbreitete und der Wind ständig die Richtung wechselte.
Host: Ist der Rauch auch in anderen deutschen Regionen spürbar?
Guest: Durchaus. Das Polizeipräsidium Trier berichtete von Rauchwolken, die sich über die Eifel und das Moseltal ausbreiten, verbunden mit deutlichem Brandgeruch und teilweise Asche in der Luft.
Host: Und im Saarland?
Guest: Dort kommt es ebenfalls zu erheblicher Rauchbelastung. Die Behörden haben die Bevölkerung aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, während die Rauchschwaden über das Land ziehen.
Host: Monschau selbst ist ja eigentlich für etwas ganz anderes bekannt, oder?
Guest: Stimmt, die Stadt mit ihren rund 12.000 Einwohnern ist berühmt für ihre denkmalgeschützte Fachwerk-Altstadt, die häufig als Filmkulisse dient und ein beliebtes Ausflugsziel in der Eifel ist.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!