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Warum Kinderserien immer wieder Erwachsene provozieren
Kinderserien wie Peppa Wutz und die Sesamstraße zeigen die Welt aus der Sicht von Kindern. Das gefällt nicht allen Erwachsenen. Peppa Wutz wurde 2018 in China von einer Plattform gelöscht. Die Sesamstraße bekam Probleme, weil Donald Trump als Parodiefigur mitspielte.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Warum Kinderserien immer wieder Erwachsene provozieren.
Host: Weißt du, warum Kindersendungen manchmal für so viel Aufregung bei Erwachsenen sorgen?
Guest: Ja, laut der Medienwissenschaftlerin Maya Götz liegt das daran, dass diese Serien konsequent die Sichtweise von Kindern einnehmen.
Host: Das heißt, die Hauptfiguren verhalten sich nicht immer brav?
Guest: Genau, besonders in Vorschulserien handeln die Figuren oft eigenständig und manchmal unangepasst. Das stört manche Erwachsene.
Host: Ein gutes Beispiel ist doch Peppa Wutz, oder?
Guest: Ja, die Serie gibt es seit 2004 und sie hat inzwischen 459 Folgen.
Host: Ich habe gehört, dass die Serie in China Probleme hatte.
Guest: Stimmt. 2018 wurden alle Peppa-Videos ohne Vorwarnung von der Plattform Douyin entfernt.
Host: Was war der offizielle Grund dafür?
Guest: Angeblich unpassende Begleitinhalte, aber das ließ sich nicht überprüfen. Vorher hatten chinesische Behörden schon weniger Peppa-Bücher bestellt.
Host: Der Guardian hat berichtet, dass die Parteiführung der Serie zu viel westlichen Einfluss vorwarf.
Guest: Richtig. Ein anderes Beispiel ist die Sesamstraße aus den USA.
Host: Die Sendung sollte doch Kindern aus benachteiligten Verhältnissen helfen, oder?
Guest: Genau, sie wollte fehlende vorschulische Bildung vermitteln. Sie startete in den USA und kam zwei Jahre später nach Deutschland.
Host: Und Donald Trump kam dort auch vor?
Guest: Ja, er trat mehrmals als Parodiefigur auf, zuerst als Bauunternehmer, später als Müll-Milliardär.
Host: Das hatte wohl Folgen für die Sendung.
Guest: Ja, Trump und seine Anhänger sehen die Produzenten seitdem als politische Gegner. Deshalb strichen die Republikaner später die Fördermittel.
Host: Gibt es noch weitere Beispiele für solche provokanten Serien?
Guest: Ja, zum Beispiel Teen Titans Go!. Dort lösen vier jugendliche Superhelden ihren Alltag ohne erwachsene Figuren.
Host: Also ist das eigentlich Provokante, dass Kinder die Hauptrolle übernehmen?
Guest: Genau, laut Anke Lindemann treffen die Kinder eigene Entscheidungen und lassen sich nicht von Erwachsenen steuern.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!