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B2
Welthunger-Bekämpfung kommt kaum voran
Die Welt kommt beim Kampf gegen den Hunger kaum voran. Konflikte stören den Transport von Dünger und Getreide. Gleichzeitig sinkt die humanitäre Hilfe.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Welthunger-Bekämpfung kommt kaum voran.
Host: In Rom findet gerade das World Food Forum statt, bei dem es um den Kampf gegen den Hunger geht. Wie fällt die aktuelle Bilanz aus?
Guest: Ziemlich ernüchternd, ehrlich gesagt. Der Chefökonom der FAO, Maximo Torero, sagt ganz offen, dass das Ziel "Zero Hunger" bis 2030 kaum noch erreichbar ist.
Host: Das war doch vor zehn Jahren von den Vereinten Nationen ausgegeben worden, oder?
Guest: Genau, aber inzwischen haben sich gleich mehrere Krisen überlagert, die die Lage zusätzlich verschärfen.
Host: Welche Krisen meinst du konkret?
Guest: Zum einen der Konflikt an der Straße von Hormus. Dadurch wird der Transport von Düngemitteln aus der Golfregion behindert, weshalb die Preise steigen.
Host: Und das trifft vor allem ärmere Länder, nehme ich an.
Guest: Richtig, denn Landwirte dort können sich den teureren Dünger kaum noch leisten, obwohl sie ihn dringend brauchen.
Host: Gibt es noch weitere Probleme?
Guest: Ja, seit Anfang Oktober wird im Schwarzen Meer wieder auf Frachtschiffe geschossen, die ukrainischen Mais und Weizen transportieren. Man vermutet, dass russische Drohnen dahinterstecken.
Host: Das ist doch die Route, über die früher der Großteil des ukrainischen Getreides exportiert wurde?
Guest: Genau, bis 2022 liefen darüber bis zu 90 Prozent der ukrainischen Getreideexporte nach Europa und Asien. Während das weltweite Weizenangebot ohnehin schon durch den Klimawandel unter Druck steht, dürften diese Angriffe die Preise weiter in die Höhe treiben.
Host: Wer leidet am meisten unter den steigenden Kosten?
Guest: Vor allem Menschen in Kriegs- und Krisenregionen wie dem Südsudan, Jemen oder Gaza, die auf humanitäre Nothilfe angewiesen sind.
Host: Und gleichzeitig wird ja offenbar weniger Geld für diese Hilfe bereitgestellt.
Guest: Leider ja. Laut dem Welternährungsprogramm ist die Finanzierung humanitärer Ernährungshilfe im Jahr 2025 um 60 Prozent eingebrochen.
Host: Woran liegt das?
Guest: Neben den USA haben auch andere Staaten, darunter Deutschland, ihre Zahlungen reduziert.
Host: Was fordert Torero angesichts dieser Entwicklung?
Guest: Er mahnt, dass die entstandene Finanzierungslücke rasch geschlossen werden müsse, damit aus den kurzfristigen Versorgungsproblemen keine dauerhafte Krise wird.
Host: Klingt trotzdem, als wäre er nicht völlig pessimistisch.
Guest: Stimmt, er äußert sich verhalten optimistisch und fordert die Staatengemeinschaft auf, gemeinsam nach neuen Lösungen zu suchen.
Host: Und genau das wird jetzt beim Forum in Rom besprochen.
Guest: Ja, denn ohne gemeinsames Handeln wird sich an der Lage wohl kaum etwas ändern.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!