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Wirtschaftsministerium fordert Gashändler zum Einspeichern auf
Die deutschen Gasspeicher sind Mitte August 2026 nur etwa halb voll. Das Wirtschaftsministerium und die Bundesnetzagentur fordern die Gashändler auf, mehr Gas einzuspeichern. Gründe für die niedrigen Füllstände sind die blockierte Straße von Hormus und hohe Preise.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Wirtschaftsministerium fordert Gashändler zum Einspeichern auf.
Host: Die deutschen Gasspeicher sind Mitte August erst zur Hälfte gefüllt. Das ist der niedrigste Wert seit Jahren.
Guest: Ja, das stimmt. Die Bundesnetzagentur ist damit nicht zufrieden.
Host: Präsident Klaus Müller hat auf X geschrieben, dass die 50-Prozent-Marke dieses Jahr rund 50 Tage später erreicht wurde als im letzten Jahr.
Guest: Genau, deshalb fordert das Wirtschaftsministerium die Gashändler auf, jetzt verstärkt Gas einzuspeichern.
Host: Eigentlich müssen die Speicher doch bis zum 1. November zu 80 Prozent gefüllt sein, oder?
Guest: Ja, das schreibt das Gesetz vor. Aber der Verband der Fernleitungsnetzbetreiber hält dieses Ziel kaum noch für erreichbar.
Host: Warum nicht? Was sind die Gründe dafür?
Guest: Zum einen ist die Straße von Hormus weiterhin blockiert, deshalb kommen kaum noch Öl- und Gastanker durch.
Host: Und das macht das Gas natürlich teurer.
Guest: Genau, die hohen Preise machen den Einkauf für die Händler auch im Sommer unattraktiv.
Host: Trotzdem sagt das Ministerium, dass Deutschland heute breiter aufgestellt sei als früher.
Guest: Ja, fast die Hälfte des Gasbedarfs kommt mittlerweile aus Norwegen. Außerdem gibt es Pipeline-Lieferungen aus Frankreich und Belgien.
Host: Und wie sieht es mit Flüssigerdgas aus?
Guest: Das wird überwiegend aus den USA importiert. Deshalb bezeichnet die Bundesnetzagentur die Versorgungslage insgesamt als stabil.
Host: Trotzdem gibt es Kritik aus der Opposition.
Guest: Ja, Jörg Cezanne von der Linksfraktion wirft Ministerin Katherina Reiche vor, dass sie zu sehr auf einen milden Winter setzt.
Host: Und der Grünen-Politiker Michael Kellner hat an den letzten Winter erinnert.
Guest: Richtig. Damals ist ein LNG-Terminal tagelang ausgefallen, weil die Ostsee zugefroren war und sogar der Eisbrecher havarierte.
Host: Was meint denn der Speicherbetreiber Juraj Papcun dazu?
Guest: Er warnt, dass es bei einem extrem kalten Winter wie 2010 eng werden könnte. Bei einem durchschnittlichen Winter sollte die Menge aber ausreichen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!