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Wirtschaftsnobelpreis geht an Hall und Woodford
Robert Hall und Michael Woodford bekommen den Wirtschaftsnobelpreis 2026. Sie haben wichtige Modelle für die Wirtschaft entwickelt, die bei Krisen helfen.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Wirtschaftsnobelpreis geht an Hall und Woodford.
Host: Der Wirtschaftsnobelpreis 2026 geht also an zwei amerikanische Ökonomen – Robert Hall und Michael Woodford. Was genau haben die beiden geleistet?
Guest: Sie haben makroökonomische Modelle entwickelt, mit denen sich Konjunkturschwankungen gezielter abfedern lassen. Das heißt, ihre Theorien helfen zu verstehen, wie sich wirtschaftliche Auf- und Abschwünge dämpfen lassen.
Host: Ellen Moons, die Generalsekretärin der Akademie, hat das bei der Verkündung näher erläutert, oder?
Guest: Genau, sie betonte, dass die Modelle zeigen, wie aufeinander abgestimmte finanz- und geldpolitische Eingriffe wirken. Wenn Regierungen und Notenbanken zusammenarbeiten, lassen sich wirtschaftliche Schwankungen besser kontrollieren.
Host: Und der Vorsitzende des Nobelkomitees, John Hassler, hat offenbar betont, wie wichtig dieses theoretische Fundament bis heute ist.
Guest: Ja, er sagte, dass Notenbanken und Regierungen weltweit noch immer auf diese Werkzeuge zurückgreifen, obwohl die Modelle schon vor Jahrzehnten entwickelt wurden. Dank dieser Instrumente können Staaten heute besser auf Erschütterungen wie Energiekrisen reagieren.
Host: Was für Erschütterungen meint er damit konkret?
Guest: Zum Beispiel plötzliche Energiekrisen oder abrupte Veränderungen im Ausgabeverhalten privater Haushalte. Solche Schocks lassen sich mit den Modellen von Hall und Woodford gezielter einordnen und abfedern.
Host: Wo forschen die beiden eigentlich?
Guest: Robert Hall lehrt an der Stanford University in Kalifornien, während Michael Woodford an der Columbia University in New York tätig ist.
Host: Wie hat Woodford auf die Nachricht reagiert?
Guest: Er war bei der Pressekonferenz telefonisch aus New York zugeschaltet und zeigte sich überrascht. Er bezeichnete die Ehrung als große Überraschung, die sich zugleich außerordentlich gut anfühle.
Host: Interessant ist ja, dass dieser Preis eine Sonderstellung unter den Nobelpreisen einnimmt.
Guest: Stimmt, er wurde erst 1969 ins Leben gerufen und geht, anders als die klassischen Nobelpreise, nicht auf das Testament Alfred Nobels zurück. Gestiftet wurde er von der schwedischen Zentralbank, deshalb heißt er offiziell auch nicht Nobelpreis, sondern Preis der Reichsbank im Gedenken an Nobel.
Host: Und wie hoch ist die Dotierung in diesem Jahr?
Guest: Zwölf Millionen schwedische Kronen, umgerechnet etwas mehr als eine Million Euro – derselbe Betrag, der auch für die übrigen Nobelpreise 2026 gilt.
Host: Wann wird der Preis offiziell übergeben?
Guest: Die feierliche Übergabe findet traditionell am 10. Dezember statt, dem Todestag Alfred Nobels.
Host: Damit endet also auch die diesjährige Nobelpreis-Woche.
Guest: Richtig, zuvor waren bereits die Preisträgerinnen und Preisträger in Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden verkündet worden. Die Wirtschaftswissenschaften bilden traditionell den Abschluss.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!