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Zwölf Tote nach Angriff auf Flughafen in Riad
Am Samstag gab es einen Angriff auf den Flughafen in Riad. Mindestens zwölf Menschen sind gestorben und mehr als 300 wurden verletzt. Eine Militärkoalition macht die Huthi-Miliz aus Jemen verantwortlich. Viele Fluggesellschaften stoppen jetzt ihre Flüge nach Riad.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Zwölf Tote nach Angriff auf Flughafen in Riad.
Host: Zwölf Tote, über dreihundert Verletzte – und das binnen weniger Tage nach dem ersten Angriff auf denselben Flughafen. Wie ordnest du das Ausmaß ein?
Guest: Das ist in der Tat die bislang schwerste Attacke auf Saudi-Arabien, seit der Krieg mit dem Iran Ende Februar ausgebrochen ist. Bemerkenswert ist zudem die Vielfalt der Opfer – vier saudische Staatsbürger, aber auch Menschen aus Bangladesch, den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien, dem Sudan und den palästinensischen Gebieten.
Host: Gerade diese internationale Zusammensetzung der Toten zeigt doch, wie zentral dieser Flughafen tatsächlich ist, oder? Immerhin werden dort jährlich rund vierzig Millionen Passagiere abgefertigt.
Guest: Absolut, und genau deshalb trifft ein solcher Angriff nicht nur Saudi-Arabien selbst, sondern ein ganzes internationales Reisenetz. Augenzeugen berichteten, eine Rakete sei im Inlandsterminal eingeschlagen – entsprechend groß war die Panik unter den Reisenden, die fluchtartig das Gelände verließen.
Host: Wer soll denn hinter dem Angriff stecken?
Guest: Die von Riad angeführte Militärkoalition macht die jemenitische Huthi-Miliz verantwortlich, die wiederum von Teheran unterstützt werde. Allerdings liegt bislang keine Bestätigung seitens der Huthi selbst vor – insofern bleibt trotz der klaren Anschuldigung ein gewisser Unsicherheitsfaktor bestehen.
Host: Die Koalition hat ja von einem Kriegsverbrechen gesprochen und eine entschlossene Reaktion angekündigt. Wie ist das zu deuten?
Guest: Das deutet meiner Ansicht nach darauf hin, dass Riad es nicht bei einer diplomatischen Verurteilung belassen will, sondern mit einer militärischen Antwort rechnet. Schließlich war bereits am Donnerstag zuvor derselbe Flughafen angegriffen worden, wobei drei weitere saudische Staatsbürger ums Leben kamen.
Host: Das heißt, es handelt sich keineswegs um einen einmaligen Vorfall, sondern um eine Eskalation.
Guest: Genau, und die Huthi hatten ihre Angriffe auf Saudi-Arabien zuletzt ohnehin verstärkt. Sie reklamierten bereits mehrfach Raketenangriffe auf den Flughafen Riad für sich. Zugleich haben sie durch eine rasche Offensive auch große Küstenabschnitte an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab übernommen.
Host: Das verändert doch die gesamte Lage im Jemen-Konflikt erheblich, würde ich meinen.
Guest: Durchaus, denn die Huthi kontrollieren ohnehin schon seit Jahren weite Teile des Landes samt der Hauptstadt Sanaa. Saudi-Arabien führt im Gegenzug eine Militärkoalition an, die die international anerkannte Regierung unterstützt – der Konflikt ist also keineswegs neu, spitzt sich aber merklich zu.
Host: Wie haben internationale Akteure auf den Angriff reagiert?
Guest: US-Außenminister Marco Rubio verurteilte den Angriff scharf und forderte ein sofortiges Ende solcher Attacken auf Zivilisten. UN-Generalsekretär António Guterres wiederum zeigte sich erschüttert und betonte, Angriffe auf Zivilbevölkerung und zivile Einrichtungen verstießen gegen das Völkerrecht.
Host: Und wie positioniert sich Trump? Immerhin ist die USA ja eng mit Saudi-Arabien verbündet.
Guest: Trump signalisierte, seine Regierung werde rasch über eine mögliche militärische Unterstützung Saudi-Arabiens gegen die Huthi entscheiden. Interessant dabei ist, dass entsprechende saudische Bitten zuvor abgelehnt worden waren – der Angriff könnte also tatsächlich ein Umdenken in Washington bewirken.
Host: Welche praktischen Folgen hat das Ganze eigentlich für den Flugverkehr vor Ort?
Guest: Der Flugbetrieb in Riad wurde infolge des Angriffs zeitweise vollständig eingestellt. Das Auswärtige Amt riet deutschen Reisenden dringend davon ab, den Flughafen überhaupt zu nutzen, und warnte sowohl vor weiteren Luftangriffen als auch vor Einschränkungen im Flugverkehr.
Host: Haben sich auch andere Staaten in ähnlicher Weise geäußert?
Guest: Ja, auch die USA, Spanien und Kanada sprachen vergleichbare Warnungen aus. Kuwait Airways strich zudem zwei Verbindungen von und nach Riad, während die Lufthansa bereits vorher angekündigt hatte, ihre Flüge in die saudische Hauptstadt bis zum sechzehnten Oktober auszusetzen.
Host: Das zeigt also eindrücklich, wie weit die Auswirkungen über die Region selbst hinausreichen.
Guest: Genau, folglich betrifft dieser Konflikt längst nicht mehr nur Saudi-Arabien und den Jemen, sondern wirkt sich unmittelbar auf den internationalen Luftverkehr und damit letztlich auf Reisende weltweit aus.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!