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Australische Landwirte setzen Rotalgen gegen Methan bei Rindern ein
Landwirte in Tasmanien testen Rotalgen als Futterzusatz, um den Methanausstoß von Rindern zu senken. Die Firma Seaforest züchtet die Algen und macht daraus Lecksteine für die Tiere.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Rotalgen gegen Methan: Tasmaniens Landwirte testen neue Methode.
Host: Landwirte in Tasmanien testen eine besondere Methode, um den Methanausstoß von Rindern zu senken.
Guest: Genau, der Rinderzüchter Adam Wesley mischt seinen Tieren einen Futterzusatz aus Rotalgen bei.
Host: Warum genau Rotalgen? Was bewirken sie im Körper der Rinder?
Guest: Die Rotalgenart Asparagopsis verändert durch eine chemische Reaktion den Stoffwechsel im Verdauungstrakt der Rinder.
Host: Und dadurch sinkt die Methanproduktion?
Guest: Ja, sogar erheblich. Laut dem Unternehmer Sam Elsom reicht schon eine sehr geringe Menge der Alge aus, um die Emissionen fast vollständig zu eliminieren.
Host: Das klingt beeindruckend. Wie wird die Alge überhaupt gewonnen?
Guest: Elsoms Firma Seaforest züchtet die Alge kontrolliert in Aquakulturen an Land, weil sich dort Temperatur und Wasserströmung besser steuern lassen als im offenen Meer.
Host: Und wie bekommen die Rinder die Alge dann ins Futter?
Guest: Das Unternehmen stellt daraus Lecksteine her, die die Tiere direkt auf der Weide aufnehmen können.
Host: Wird der Effekt auch wissenschaftlich überprüft?
Guest: Ja, auf Wesleys Farm erfassen Messgeräte den Methanausstoß, und das Tasmanische Institut für Landwirtschaft wertet die Daten aus und fördert das Projekt.
Host: Erwartet Wesley auch wirtschaftliche Vorteile?
Guest: Er hofft, dass die Tiere mit dem Algenfutter schneller wachsen und mehr Fleisch liefern, auch wenn die Umstellung zuerst zusätzliche Kosten verursacht.
Host: Was sagt der Klimaberater Tim Flannery dazu?
Guest: Flannery hält solche Maßnahmen für wichtig, auch wenn sie das Klimaproblem allein nicht lösen.
Host: Denkt er, dass sich eher die Industrie oder die Ernährung der Menschen ändert?
Guest: Er meint, dass sich Produktionsprozesse schneller verändern lassen als Essgewohnheiten. Deshalb hält er solche Hilfsmittel für sinnvoll, solange Rinder gezüchtet werden.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!